In New York existiert bereits ein Triumphbogen, im Washington Square Park, errichtet zum 100. Jahrestag der Amtseinführung von George Washington; der von Trump in der Hauptstadt soll – natürlich – noch größer ausfallen (Foto:Imago)
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Linke flippen aus: Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung soll ein „Arc de Trump“ in Washington entstehen

Wenn es keine konkreten politischen Gründe für das tägliche Trump-Bashing der Linksjournaille auf beiden Seiten des Atlantiks gibt, findet man mühelos einen anderen Vorwand, um sich am US-Präsidenten abzuarbeiten. Diesmal ist es der Triumphbogen, den Trump in der Hauptstadt Washington für die „größte und mächtigste Nation“ zu deren 250. Geburtstag in diesem Jahr errichten lassen will. Der Bogen soll den Potomac River zwischen dem Arlington National Cemetery und dem Lincoln Memorial überragen. Er solle sein wie der Triumphbogen in Paris – nur eben größer, erklärte Trump. Ein Komitee soll sich mit dem Projekt befassen. Laut „Washington Post“ soll der Triumphbogen 76 Meter hoch werden, 26 Meter höher als sein Pariser Vorbild. Natürlich rief auch das die üblichen „Experten“ auf den Plan, die mäkelten, das Bauwerk füge sich nicht in das Bild der umliegenden Bauten ein. Deutsche Medien schäumen über Trumps “Megalomanie” – ohne einmal vor der eigenen Tür zu kehren: Denn der monströse Kanzleramts-Erweiterungsbau in Berlin stellt alle Dimensionen auch in den USA weit in den Schatten.

Das Weiße Haus ist nur 21 Meter, das Lincoln Memorial etwa 30 Meter hoch. Letzte Woche hatte Trump drei verschiedene Entwürfe für den Bogen gepostet, einen davon mit Verzierungen in Gold, seiner bevorzugten Dekoration. Den Kritikern des Vorhabens richtete Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, aus, die ‚Experten‘, die den Bogen für ‚zu groß‘ hielten, seien es gewohnt, „mit kleinen Dingen zu leben“. Obwohl Trump zuvor kleinere Bögen in Betracht gezogen hatte, habe er sich für die 250-Fuß-Konstruktion entschieden, weil sie am beeindruckendsten sei und „250 für 250“ passe, so die „Washington Post“.

Auch unter anderem Präsidenten wäre Monument zum Jubiläum gebaut worden

Trump hatte das Projekt bereits im Oktober ins Spiel gebracht. Es ist eines von mehreren Bauprojekten seiner Regierung. Weitere sind der Bau eines neuen Ballsaals im Weißen Haus und die Pflasterung des Rosengartens des Weißen Hauses. „Der Bogen wird nicht nur in Washington, D.C., sondern weltweit zu einem der bekanntesten Wahrzeichen werden“, sagte David Ingle, der Sprecher des Weißen Hauses, gegenüber „Fox News Digital“. Die „kühne Vision“ von Präsident Trump werde „sich in die Struktur Amerikas einprägen und von kommenden Generationen wahrgenommen werden. Seine Erfolge werden der großartigsten Nation der Welt – Amerika – weiterhin den Ruhm verschaffen, den sie verdient“.

Natürlich kann man solche Großspurigkeit belächeln, sie ist allerdings nicht auf die Trump-Regierung beschränkt, sondern typisch für die USA und wesentlicher Bestandteil ihres anhaltenden Erfolges und ihrer Fähigkeit, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und sich neu zu erfinden. Zudem ist es eine wohltuende Abwechslung gegenüber der deutschen Verklemmtheit gegenüber der eigenen Nation bei dem gleichzeitigen Größenwahn, immer wieder als leuchtendes Beispiel für die ganze Welt dienen zu müssen, nur um dann zuverlässig das genaue Gegenteil zu erreichen und sich selbst in den Untergang zu reißen. Auch unter einem anderen Präsidenten hätten die USA dieses bedeutende Jubiläumsjahr mit allem Pomp gefeiert, ohne dass man sich daran gestört hätte. Aber da es Trump ist, muss alles, was er tut, falsch sein. Diese Dauerkritik an jedem Wort, jedem Plan und jeder Maßnahme ist über alle Maßen lächerlich und so durchschaubar, dass sie ihm am Ende immer wieder neue Sympathien unter den normalen Bürgern verschafft. (TPL)

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