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US-Behörde ermittelt wegen Benachteiligung von Weißen gegen Sport-Riese Nike

Die US-Gleichstellungskommission (EEOC) hat eine formelle Untersuchung gegen den Sportartikelkonzern Nike eingeleitet. Gegenstand sind Vorwürfe, dass Diversity-, Equity- und Inclusion-Programme (DEI) zu einer systematischen Benachteiligung weißer Mitarbeiter und Bewerber geführt haben.

Die Behörde fordert von Nike detaillierte Zahlen zur ethnischen Zusammensetzung der Belegschaft sowie zu Teilnehmern an internen Förderprogrammen – insbesondere im Zusammenhang mit Entlassungswellen, die Weiße überproportional betroffen haben sollen.

Die Untersuchung basiert auf einer sogenannten „Commissioner’s Charge“, die EEOC-Vorsitzende Andrea Lucas bereits im Mai 2024 selbst initiiert hat – unabhängig von Einzelklagen. Nike hat die geforderten Unterlagen bislang verweigert, weshalb die Behörde nun vor einem Bundesgericht in St. Louis eine Herausgabe erzwingen will. Sollte Nike weiter blockieren, drohen Zwangsgelder oder weitere rechtliche Schritte.

Die Trump-Administration hat die EEOC seit 2025 klar auf eine strengere Linie verpflichtet: Viele gängige DEI-Maßnahmen, die unter der Biden-Regierung stark ausgeweitet wurden, verstoßen nach Ansicht der Behörde gegen geltendes Antidiskriminierungsrecht. Andrea Lucas hat wiederholt betont, dass Programme, die Einstellungen, Beförderungen oder Entlassungen nach Hautfarbe oder Geschlecht steuern, rechtswidrig sein können – auch wenn sie unter dem Label „Inklusion“ laufen.

Die Kritik an DEI-Programmen hat sich seit Jahren verschärft. Organisationen wie „America First Legal“ (gegründet von Trumps ehemaligem Berater Stephen Miller) werfen Unternehmen wie Nike vor, Weiße und Männer gezielt zu benachteiligen, um Quoten zu erfüllen oder politische Signale zu setzen. Unter Biden wurden entsprechende Beschwerden oft ignoriert oder abgewiesen. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus wird der Vorwurf der umgekehrten Diskriminierung nun behördlich ernst genommen.

 

Die Nike-Untersuchung könnte Signalwirkung haben. Ähnliche Programme laufen bei Großkonzernen wie Disney, IBM oder Google – viele davon stehen bereits im Fokus von Klagen und Behördenanfragen. Ob die EEOC letztlich Verstöße nachweisen kann, ist offen. Klar ist jedoch: Die aktuelle Regierung setzt andere Prioritäten als ihre Vorgängerin und prüft konsequent, ob DEI-Politik tatsächlich zu einer Benachteiligung weißer Amerikaner geführt hat.

In den Kommentarspalten scheint die Bekämpfung des Rassismus gegen Weiße auf Zustimmung zu stoßen:

„Richtig so. Was solche Programme anrichten sieht man in Konzernen, wo auf Krampf irgendwelche Frauen befördert werden, damit die Führungskräfte ihre Quoten erfüllen und so ihre Prämie bekommen. Qualifikation ist dabei kein Maßstab. Das schädigt Männer mit guter Qualifikation, es schädigt das Unternehmen, und es schädigt Frauen mit guter Qualifikation, weil man sie – wenn sie nicht auffällig stark sind – leicht für eine Quotenfrau hält. Ebenso gilt es sinngemäß für Hautfarbe oder andere „Diversity“ Merkmale, wo es dann noch absurder ist.“

(SB)

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