Im permanenten Trump-Wahn der deutschen Mainstream-Journaille wird nun auch noch die Angst geschürt, der US-Präsident könnte die in den USA gelagerten deutschen Goldreserven an sich reißen. „In den Kellern der amerikanischen Notenbank Fed in New York lagern tonnenweise deutsche Goldreserven. Ist dieses Vermögen sicher vor dem Zugriff der US-Regierung unter Präsident Trump?“, fragen die „Deutsche Welle“ und „Focus online“ und liefern „Fragen und Antworten zur Debatte über eine mögliche Rückholung der Barren nach Deutschland“.
Diese „Debatte“ besteht jedoch ausschließlich im Geraune irgendwelcher Wichtigtuer, die sich profilieren wollen. So sei es etwa für den „Kapitalmarktstrategen“ Stefan Riße von der Investmentgesellschaft Acatis „denkbar“, dass Trump sagen könnte „ihr habt zu wenig in Verteidigung investiert. Er könnte sagen, ihr habt eine offene Rechnung bei uns, und die stellen wir jetzt mal“. Solche “Warnungen” vor einem unberechenbaren feindlichen Verhalten kannte man früher nur von realen Rechtsextremen, die damit auf alte Nazi-Feindbilder rekurrierten, etwa die NPD, und die “Bündnistreue” der USA in Frage stellten. Bei Trump scheint dies nunmehr zur akzeptierten Sichtweise des Mainstream zu werden.
Währungsreserven mit besonderem Schutzstatus
Achim Wambach, der Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), meint, die USA seien „derzeit kein verlässlicher Partner der EU“. Dabei erklärte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel gegenüber der „FAZ” ausdrücklich, dass nicht daran zweifle, „dass unser Gold bei der Fed in New York weiterhin sicher aufbewahrt ist. Das sind Währungsreserven mit besonderem Schutzstatus“. Und der frühere Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann, sagte: „Egal, wem das Gold gehört, wenn die USA auf einmal dem Eigentümer das Gold wegnähmen, dann wäre der Goldhandelsplatz New York verloren“, erklärte der ehemalige Vorstand der Deutschen Bundesbank, Johannes Beermann, der Deutschen Welle.
Das Ganze ist also nichts als ein vom Zaun gebrochenes Pseudo-Thema, ohne jede Substanz. Trotzdem macht man daraus ellenlange Schwafel-Artikel, um den Menschen auch noch auf diesem Gebiet Angst einzujagen. „Focus“ und Co. täten besser daran, die real existierenden Katastrophen ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, die deutsche Regierungen am laufenden Band anrichten, anstatt ständigen Unsinn über den angeblich so furchtbaren Trump zu verzapfen.























