Über sieben Millionen Euro Steuergeld verplempert das staatliche Unternehmen Deutsche Bahn für eine Webserie mit der Staatstrompete Anke Engelke – während ihre Mitarbeiter sowie Fahrgäste täglich um Leib und Leben fürchten müssen. Die verpulverte Summe wollten Bahn und das Verkehrsministerium geheim halten. Bundestagsabgeordnete durften sich die Unterlagen nur in der Geheimschutzstelle des Parlaments anschauen und nicht darüber reden.
Die Kampagne „Boah, Bahn!“, gestartet im Oktober 2025, zeigte die Komikerin als fiktive Zugchefin Tina in sieben kurzen Clips (je 1:50 bis 3 Minuten) plus einem Song. Themen: Verspätungen, defekte Kaffeemaschinen, überfüllte Züge – alles mit viel Selbstironie und Augenzwinkern. Die DB nannte es eine „humorvolle Liebeserklärung“ an Personal und Fahrgäste. Realität: Rund eine Million Euro pro Clip, inklusive Star-Gage und Produktion auf hohem Niveau.
Diese Verschwendung ist umso empörender, als die Bahn die Summen als „Geschäftsgeheimnis“ tarnte. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, kostete die Spaß-Kampagne sieben Millionen Euro. Das Verkehrsministerium und die DB stuften die Kosten jedoch als „VS-Vertraulich“ ein. Bundestagsabgeordnete durften die Unterlagen nur in der abgeschotteten Geheimschutzstelle einsehen – unter strenger Aufsicht, ohne Kopien oder Weitergabe.
Die Geheimhaltungspflicht der Parlamentarier, eigentlich zum Schutz sensibler Daten gedacht, wurde hier missbraucht, um Steuerzahler im Dunkeln zu lassen. Erst durch Leaks – ausgelöst durch Unmut über die Streichung günstiger Familienreservierungen – platzte die Bombe. SPD-Innenexperte Sebastian Fiedler nannte es einen „Skandal“: „So viele Millionen für lustige Werbeclips, während die Sicherheit kollabiert!“
Neben skandalös vielen Verspätungen und Zugausfällen, marode Infrastruktur, verdreckten Bahnhöfen, kollabiert die Sicherheit dramatisch. Dass sich darüber ausgerechnet ein SPD-Politiker mokiert , dessen Partei an dem Niedergang dieses Landes an vorderster Front verantwortlich ist, hat nicht einmal mehr etwas humoristisches. Die Zahlen sind erschreckend: 2025 zählte die DB über 3.000 Angriffe auf ihr Personal – das sind acht pro Tag. Die Hälfte traf Zugbegleiter im Regionalverkehr. Im Schnitt fünf körperliche Attacken täglich, vier Bedrohungen zusätzlich. Viele mit Fäusten, Flaschen oder Messern, oft bei Schwarzfahrer-Kontrollen. Und auch hier ganz vorne dabei: Merkels Gäste.
Bundespolizei meldete allein bis Oktober 2025 fast 3.000 Straftaten gegen Bahnmitarbeiter, darunter über 1.200 Körperverletzungen und 324 gefährliche. Die EVG-Gewerkschaft rechnet vor: Die sieben Millionen hätten für 100 zusätzliche Sicherheitskräfte ein Jahr gereicht oder Tausende Bodycams finanziert.
Stattdessen floss das Geld in Promi-Unterhaltung. Die DB stoppte die Serie nun für 2026 – offiziell, weil sie „nicht in die Zeit passt“.
Zu spät für Serkan C. und unzählige Kollegen, die täglich in Angst arbeiten. Der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. wurde im Dezember 2025 in Rheinland-Pfalz bei einer simplen Ticketkontrolle brutal zusammengeschlagen und starb an seinen Verletzungen – alleinerziehender Vater von zwei Kindern. Der Tatverdächtige ist ein 26-jähriger griechischer Staatsbürger, der nach eigenen Angaben in Luxemburg wohnt und somit kein fester Wohnsitz in Deutschland hat. Die griechischen Medien behaupten nun, dass dieser Grieche Mustafa Alsan hieße, also offensichtlich ein Syrer oder Türke mit griechischem Pass sei.
Das Verhalten der DB ist somit mehr als nur dreist: Steuergelder an „Staats-Trompeten“ wie Engelke verschleudern, während Blut fließt.
(SB)























