"Ich glaub, ich überhitz' mich gleich..." (Bild: shutterstock.com/Maren Winter)
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Die fröhliche Klimawissenschaft: Rekordkälte und Schnee als Beweis für die Erderhitzung

Der für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich lange und kalte, wenn auch immer noch völlig normale Winter setzt die Klima- und Erderhitzungsprediger gehörig unter Druck – zumal es in manchen Teilen Deutschlands zugleich recht mild ist. Nun sehen sie sich mit etwas konfrontiert, was es ihren Modellen zufolge eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, wonach die Welt ja kurz vor dem Verglühen steht, wenn man ihren irren Forderungen nicht folgt. Aber auch hier hat man sich in den letzten Jahren eine gewisse Flexibilität zugelegt, indem man nämlich einfach alles dem Klimawandel zuschreibt und die Erderwärmung auch noch für die Kälte und überhaupt für jedes Wetter zu jeder Jahreszeit verantwortlich macht.

Andreas Walter vom Deutschen Wetterdienst (DWD) hat denn auch die entsprechende Schwurbel-Erklärung parat: Im Zuge des Klimawandels gebe es auch solche Dauer-Wetterlagen häufiger, so seine wenig überraschende Diagnose. Bekannt sei das Phänomen unter anderem von den sogenannten Omega-Lagen im Sommer. Diese seien von einem starken Hochdruckgebiet über Mitteleuropa geprägt, das von zwei Tiefdruckgebieten flankiert werde. Die Folge sei anhaltend sonniges, trockenes und warmes Wetter, oft verbunden mit Hitzewellen und Dürren. Das Wetter stehe quasi auf der Stelle – und zwar genau auf der Stelle, die den ganzen Regen oder die ganze Hitze dann auf einmal abbekomme. Mit Blick auf das aktuelle Geschehen in Deutschland sei so eine Zweiteilung der Wetterlage nicht ungewöhnlich, so Walter, wenn fast 20 Grad Unterschied allerdings viel und die lange Dauer ungewöhnlich sei. Eine direkt verfügbare Statistik zur Häufigkeit solcher Wetterlagen gebe es aktuell nicht, sagte er.

Studienergebnisse ganz nach Wunsch

Der groteske Mythos von Kälte als Folge von Erderwärmung, der nun wieder überall hervorgekramt wird, geht auf eine einzige US-Studie von 2012 zurück. Darin wurde behauptet, der erwärmungsbedingte Rückgang des arktischen Meereises sei mit Veränderungen im Jetstream verknüpft, dem Starkwindband in rund zehn Kilometern Höhe, dass das Wetter bestimmt. Diese willkommene Allzweckerklärung wurde natürlich begierig aufgegriffen. Da die Arktis sich schneller erwärme als die Tropen, nehme der Temperaturunterschied zwischen Pol und Äquator ab, wodurch sich der Jetstream abschwäche, Wellen nach Süden und Norden bilde und den Polarwirbel destabilisiere. Solche Wellenzüge könnten Luftmassen weit nach Süden führen, was in Nordamerika, Europa oder Asien strenge Kälteeinbrüche brächte, während Wetterlagen länger stationär blieben, weil das Jetstream-Band nicht mehr straff westwärts ströme, sondern “eierig” verlaufe. In der Folge würden Kältewellen häufiger und würden länger andauern. Außerdem gebe es neben der Erwärmung der Arktis auch noch den Schwund des Meereises, wodurch mehr Wärme von unten in die Atmosphäre gelange, was wiederum die Bildung von Höhenhochdruckgebieten begünstige.

Das Problem an diesen an den Haaren herbeigezogenen Thesen, die aber verkauft werden, als seien sie zweifelsfrei erwiesen, ist, dass sie keiner Realitätsprüfung standhalten. Überall auf der Welt steigen die jährlichen Tiefsttemperaturen seit Jahrzehnten. Selbst der UN-Klimarat IPCC, eine Art Vatikan der Klimareligion, prophezeit: „Mit virtueller Sicherheit werden Intensität und Frequenz von Kälteextremen im 21. Jahrhundert weltweit weiter abnehmen“. Auch Veränderungen des Jetstreams lassen sich nicht beobachten. Dass zunehmende Kälte eine Folge der Erderwärmung ist, ist also eine haltlose Behauptung, wie sie für die Klimaideologe typisch ist, die sich die Wissenschaftler finanziert, die ihr jede gewünschte Studie liefern, in der das „bewiesen“ wird, was gerade gewünscht wird.

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