Trash-TV extrem: Suckers payoff – Lügner Ofarim ist zurück, kassiert frech und lässt sich feiern als Dschungelkönig (Foto:ScreenshotYoutube)
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Lügen lohnt sich: Gil Ofarim, der Friedrich Merz des Dschungelcamps

Wie zu befürchten, hat Gil Ofarim das RTL-Dschungelcamp gewonnen und sich damit vermutlich in den Kreis der Trash-Prominenten zurückgekämpft – obwohl er sich selbst dabei noch als pathologischer Lügner erwies. Im Oktober 2021 hatte Ofarim den Leipziger Hotelmitarbeiter Markus W. fälschlicherweise beschuldigt, ihn antisemitisch beleidigt und von ihm verlangt zu haben, seine Davidstern-Kette abzulegen, ansonsten lasse er ihn nicht einchecken. Dabei handelte es sich um eine glatte Lüge, an der er aber jahrelang festhielt, bis er vor Gericht schließlich einknickte.
Sofort nach dem Ofarim an die Öffentlichkeit gegangen war, erhielt er Solidaritätsbekundungen aus Politik und „Zivilgesellschaft“, während W. und das ganze Hotel national und international gebrandmarkt war – und das alles nur, weil ein C-Promi sich öffentlich in Erinnerung bringen und seine Karriere ankurbeln wollte. Im Dschungelcamp hatte Ofarim behauptet, er dürfe aufgrund einer Verschwiegenheitserklärung, nicht über den Davidstern-Skandal sprechen.

Doch auch das war eine Lüge, wie Markus W. klarstellte, der sich deswegen erstmals öffentlich zu dem Vorfall äußerte. Ofarim dürfe über die Vorgänge in der Lobby sprechen, stellte er klar. Das Einzige, was er nicht wiederholen dürfe, sei die Unwahrheit über ihn. „Er hat im Zuge des Vergleichs vor Gericht eine Unterlassungserklärung abgegeben. Das bedeutet, er darf nicht mehr sagen, dass ich ihn wegen des Tragens einer Davidsternkette des Hotels verwiesen hätte. Und er darf auch keine ähnlichen Aussagen tätigen, die andeuten, dass eine antisemitische Äußerung stattgefunden habe. Das ist alles“, so W. „Das wirkt für mich sehr befremdlich, es ärgert mich massiv, und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?“, sagte er weiter. Am Abend des 4. Oktober 2021 habe es technische Probleme gegeben, viele Gäste hätten deswegen warten müssen, auch Ofarim. „Er war sehr aufgebracht, zeigte mit dem Finger auf mich und pöbelte, was das für ein Scheißladen sei. Dann drohte er: Wenn er in seinem Zimmer sei, werde er die Zustände hier öffentlich machen, das werde viral gehen. (…) Da habe ich ihm den Meldeschein weggezogen und ihm gesagt, dass er unter diesen Umständen nicht unser Gast sein kann“, so W..

Unmögliche Inszenierung auf Kosten des verleumdeten Hotelangestellten als eigentlichem Opfer

Am nächsten Morgen veröffentlichte Ofarim dann tatsächlich das Video mit seinen Lügen. „Das gesamte Hotel war sehr schnell in einem Ausnahmezustand. Kollegen weinten. (…) Irgendwann am Nachmittag wurde mir gesagt, dass ich besser nach Hause gehen solle. Denn noch am selben Abend sollte eine Demonstration vor dem Hotel stattfinden. Man hatte große Sorge, dass ich nicht mehr sicher bin“, so W. In der Folge habe er Morddrohungen erhalten und sich dann wochenlang zurückgezogen. Ofarim inszenierte sich dagegen vor einer willigen Medienlandschaft immer weiter als Opfer, obwohl es von Anfang an auch Zweifel an seiner Darstellung gab, vor allem, da die Überwachungsvideos seine Schilderungen nicht bestätigten. Im Dschungel schreckte Ofarim nicht einmal davor zurück, von manipulierten Überwachungsvideos zu schwadronieren, obwohl weder das Gericht noch der Videogutachter die Glaubwürdigkeit der Aufnahmen in Zweifel zogen.

W. blieb lange als vermeintlicher Antisemit im Abseits. „Beweisen Sie mal, dass etwas nicht stimmt. Dass Sie kein Antisemit sind. Wie macht man so etwas?“, sagte er weiter. Juristen hätten ihm gesagt, er müsse sich darauf einstellen, dass sein gesamtes bisheriges Leben durchleuchtet würde. Und dass er sich sehr gut überlegen müsse, wo er sich öffentlich blicken lasse. Alles könne gegen ihn verwendet werden. Daher habe er entschieden, zu schweigen. Ihm gehe es nicht gut damit, wie Ofarim sich habe inszenieren können. „Denn es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt. (…) Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich“. Auf die vor Gericht vereinbarten 20.000 Euro Schadensersatz warte er bis heute. Es ist ein Skandal, dass RTL diesem völlig charakterlosen Lügner überhaupt ein Forum vor einem Millionenpublikum geboten hat. Ob er seine Siegesprämie nun wenigstens dazu benutzen wird, W. endlich die – ohnehin lächerlich niedrigen- 20.000 Euro zu zahlen, wird man bezweifeln dürfen. (TPL)

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