Geht wieder durch die Decke: Der Dow Jones (Screenshot:X)
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Die Welt geht doch nicht unter: Dow Jones bei 50.000 Punkten

Der Wirtschaftssender CNBC, Trump sonst nicht gerade zugeneigt, sendete gestern ein Interview. Und es zeugt von Optimismus. Der Dow Jones hat seit 1896 erstmals die Marke von 50.000 Punkten erreicht. Diese Zahl wird in den Geschichtsbüchern der Wall Street stehen. Zu Gast war Kevin Hassett, der Chef des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus. Seine Botschaft ist klar: Die amerikanische Wirtschaft steht besser da, als viele glauben. Und 2026 soll noch stärker werden.

Wer ist verantwortlich – Biden oder Trump?

Wer trägt die Verantwortung für diesen wirtschaftlichen Aufschwung? Noch Joe Biden oder bereits Donald Trump? Hassett antwortet eindeutig. Die wirtschaftspolitischen Entscheidungen werden jetzt getroffen. Die Richtung wird jetzt festgelegt. Die Pläne für die kommenden Jahre kommen von der aktuellen Regierung. Deshalb sei der Aufschwung dieser Politik zuzurechnen. Trump steht am Regiepult.

20 Prozent Preissteigerung – das Problem wird nicht geleugnet

Hassett verschweigt die Belastungen nicht. In den vergangenen Jahren gab es eine massive Preissteigerung. Rund 20 Prozent. Die Preise sind schneller gestiegen als die Einkommen. Viele Haushalte konnten sich weniger leisten als zuvor. Dieses Loch ist noch da. Aber die Entwicklung hat sich verändert. Die Inflation ist deutlich zurückgegangen. Die Einkommen steigen wieder real. Der Druck lässt spürbar nach.

Produktivität wie seit den 90er-Jahren nicht mehr

Der eigentliche Optimismus des Interviews liegt in einem nüchternen Befund. Die USA erleben einen Produktivitätsschub wie seit den neunziger Jahren nicht mehr. Damals veränderte das Internet die Wirtschaft. Heute übernimmt diese Rolle die Künstliche-Intelligenz-Branche. Unternehmen arbeiten schneller und effizienter. Mit derselben Belegschaft wird mehr geschafft. Das senkt Kosten und erhöht Gewinne. Genau das trägt die wirtschaftliche Dynamik.

Warum schwere Baumaschinen ein gutes Zeichen sind

CNBC verweist auf einen ungewöhnlichen Gewinner an der Börse. Der amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar gehört zu den stärksten Werten im Dow Jones. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 113.000 Mitarbeiter und setzt etwa 67 Milliarden US-Dollar im Jahr um. Wenn solche Firmen zulegen, bedeutet das: Es wird investiert. Es wird gebaut. Es wird modernisiert. Das ist reale Wirtschaft, keine Theorie.

Arbeitsmarkt im Wandel, nicht im Absturz

Natürlich bleibt eine offene Frage. Was passiert mit Arbeitsplätzen, wenn Unternehmen effizienter werden? Hassett ordnet ein. In solchen Phasen steigt die Leistung oft schneller als die Zahl neuer Stellen. Gleichzeitig wächst die Erwerbsbevölkerung langsamer. Deshalb fallen Jobzahlen geringer aus als früher. Das ist kein Einbruch. Es ist eine Folge veränderter Bedingungen.

Während Deutschland Trübsal bläst, setzen die USA auf Zuversicht

Am Ende zeigt sich ein deutlicher Unterschied. In Deutschland prägen Skepsis und Vorsicht den wirtschaftlichen Diskurs. In den USA wird eine andere Haltung gepflegt. Wachstum ist dort politisch gewollt, die Energie ist spottbillig und Investitionen werden gefördert. Zuversicht wird bewusst erzeugt, um wirtschaftliche Dynamik freizusetzen. Das gehört zu den Stärken von Donald Trump. Ob man ihn mag oder nicht.

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Dieser Beitrag erschien auch auf MMNews.

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