Die Enthüllungen über AfD-Politiker, vor allem in Sachsen-Anhalt, die Verwandte im Bundestag oder im Landtag beschäftigen, ist natürlich ein gefundenes Fressen für das Parteienkartell und seine Medien, erst recht in diesem Superwahljahr. Auch Dirk Wiese, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion und einer der schlimmsten Hetzer seiner schwindsüchtigen Partei, ließ es sich nicht nehmen, über die sozialen Medien den dümmlichen Kommentar zu verbreiten: „Der Blick zur AfD nach Sachsen-Anhalt macht deutlich: Clankriminalität findet in der AfD selbst statt“.
Abgesehen davon, dass Wiese damit die wahre Clankriminalität im Land auf geschmacklose Weise bagatellisiert, sind es doch vor allem CDU/CSU und die SPD, die in den Ländern, in denen sie teilweise seit Jahrzehnten regieren, einen Filz und eine Vetternwirtschaft etabliert haben, die weit über die Beschäftigung von ein paar Verwandten in Parlamenten oder Bürgerbüros hinausgeht.
Gerade Wieses SPD geriet erst kürzlich wieder in die Schlagzeilen, weil die Landesregierung von Rheinland-Pfalz Staatsekretären langjährigen Sonderurlaub (in einem Fall sogar über 12 Jahre!) gewährte, damit sie hochbezahlte Managerjobs annehmen konnte, ohne ihre Beamtenprivilegien zu verlieren. Die Bremer SPD-Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt sieht sich derzeit Ermittlungen wegen Untreue gegenüber, weil sie einen engen Vertrauten mit üppigen Bezügen in den vorgezogenen Ruhestand schickte. Der frühere SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil stellte 2018 seinen Trauzeugen als Abteilungsleiter in seinem Ministerium ein. Andere SPD-Granden wie Sigmar Gabriel oder Heiko Maas verdingen sich nach dem Ende ihrer Politkarriere in mehreren Aufsichtsräten. Dieser „Drehtür“-Effekt ist ohnehin gang und gäbe. Der früheren SPD-Ministerin Andrea Nahles wurde der Posten der Chefin der Bundesagentur für Arbeit als Versorgungsposten zugeschanzt, ohne dass sie auch nur die allergeringste Qualifikation dafür mitgebracht hätte.
Endlose Liste an Beweisen für Altparteien-Vetternwirtschaft
Im SPD-regierten Mecklenburg-Vorpommern wurde die Stiftung Klima und Umweltschutz zu einer einzigen Drehscheibe für Vetternwirtschaft. Erst letzte Woche wurde bekannt, dass Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ihre langjährige Vertraute Lilly Blaudszun zu ihrer Sprecherin machte, während die Firma, in der sie weiterhin tätig ist, Aufträge von der Staatskanzlei erhält – und das alles sind nur Fälle der SPD auf Spitzenebene. Hinzu kommen unzählige Mauscheleien in Ländern und Kommunen. Für die Union gilt natürlich dasselbe und was die Grünen betrifft, sei nur an den „Graichen-Clan“ erinnert, den Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck nach Belieben schalten und walten ließ und hinter dem sich ein riesiges Netzwerk aus Klima-Lobbyisten verbirgt, das seit Jahrzehnten zum massiven Schaden Deutschlands agiert und sich selbst dabei nach Kräften am Geld der Steuerzahler bereichert.
Wiese wäre also gut beraten, vor seiner eigenen Tür zu kehren, anstatt sich künstlich über die vermeintliche „Clan-Kriminalität“ bei der AfD zu echauffieren, die nicht einmal ein Staubkorn gegen das ist, was die Alt-Parteien seit Jahrzehnten in gigantischem Ausmaß praktizieren – und dabei sind die politischen Katastrophen, die sie anrichten, noch nicht einmal erwähnt. (TPL)























