Star Wars im Abwehrkampf gegen die bösen Russen und am besten auch gleich noch gegen die Amerikaner (Symbolbild:Pixabay)
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Musks SpaceX als „Rivale“: Groteske EU-Weltraum-Rüstungspläne

Der neue europäische Kriegswahn hat bei der Rüstungsindustrie einen regelrechten Goldrausch ausgelöst. Airbus-Rüstungschef Michael Schöllhorn warnte nun vor einer großen Bedrohung für Deutschland aus dem Weltall. Jeder Satellit der Bundeswehr habe „mittlerweile einen russischen Begleiter, der ihn umkreist, inspiziert und beäugt“, behauptet er. Die Manöver, die man bislang nur von Kampfflugzeugen auf der Erde kenne, seien heikel. Im Weltraum befinde sich heute alles, was für eine funktionierende, moderne Wirtschaft erforderlich sei. Diese kritische Infrastruktur für Telekommunikation, Datenaustausch und Erdbeobachtung sei das Ziel von Cyberattacken und Störungen.
Russen und Chinesen hätten heute bereits die Möglichkeit, Satelliten einfach vom Himmel zu holen. Dabei sei das gar nicht unbedingt nötig, da Satelliten sich auch anders ausschalten ließen, ohne notwendigerweise zu schießen.

Man könne sie auch blenden, die Linsen verschmutzen, die Kommunikation elektronisch stören oder sie aus ihrer Bahn ziehen. Die Europäer hätten in den vergangenen Jahren „sehr naiv in den Weltraum geschaut“ und dabei die Gefahr unter anderem aus Russland übersehen, so Schöllhorn weiter. Die Regierungspläne, 35 Milliarden Euro in die Weltaumtechnik, unter anderem unter anderem in die Anschaffung von Spionagesatelliten, zu investieren, unterstützt er natürlich nachdrücklich. „Wenn ich einen Telekommunikationssatelliten habe, ist es wichtig zu wissen, ob hundert Meter weiter ein anderer ist, der vielleicht schlechte Absichten hat. Um das erkennen zu können, brauchen wir sogenannte Wächtersatelliten“, sagte er. Außerdem müsse die Abhängigkeit der Bundeswehr von den USA massiv verringert werden.

Von nun an zur medialen Dauerbegleitung

Das deutsche Militär benötige eigene Kommunikationssatelliten, „die unabhängig von den USA funktionieren“, fordert Schöllhorn. Um der Quasi-Monopolstellung von Elon Musks Konzern SpaceX etwas entgegenzusetzen, streben Airbus, Thales und Leonardo eine enge Kooperation im Satellitensegment an. „Wenn wir diesen Zusammenschluss nicht vollziehen, gibt es (…) in einigen Jahren gar keinen Wettbewerb mehr in Europa, weil alles nur noch von außen bestimmt wird“, so Schöllhorn.

Hier malt ein Lobbyist und Profiteur der Aufrüstungshysterie also weitere angebliche Gefahren an die Wand, denen man unbedingt und schnellstmöglich begegnen müsse – am besten natürlich, indem man seinem Konzern möglichst Milliarden Euro in den Rachen wirft. Solche Forderungen werden von nun zur medialen Dauerbegleitung gehören. Während die meisten Länder der EU gesellschaftlich und wirtschaftlich zugrunde gehen, stürzen ihre Eliten sich in die größte Kriegstreiberei seit 1914, um von ihrem eigenen Totalversagen abzulenken. Deshalb versuchen sie, mit allen Mitteln ein Ende des Ukraine-Krieges zu hintertreiben, weil sie Russland unbedingt als Bedrohung erhalten müssen. Und Leute wie Schöllhorn stehen buchstäblich Gewehr bei Fuß, um von diesem gewissenlose Gebaren zu profitieren. (TPL)

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