Merz mag vom Blackrock-Privatjet nahtlos umgestiegen sein die Flugbereitschaft – doch noch skandalöser sind die vielen Leerflüge (Bild:Grok)
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Nächste Luftnummer der Bundesregierung: Skandalös viele Leerflüge der Flugbereitschaft

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr transportiert Regierungsmitglieder und den Bundespräsidenten für offizielle Termine – fliegt dabei aber oft leer. Laut einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken, über die “n-tv” berichtet, gab es alleine von Mai 2025, dem Amtsantritt der Regierung des Lügenkanzlers, bis Jahresende 2025 488 Flüge mit beförderungsberechtigten Passagieren (also Kabinettsmitgliedern oder Bundespräsident; dem standen jedoch sagenhafte 700 sogenannte “Bereitstellungsflüge” ohne Passagiere gegenüber.

Diese Leerflüge laut Bundeswehr vor allem, weil die Flugbereitschaft in Köln stationiert ist. Die Maschinen fliegen leer zum Abflugort des Politikers (z. B. Berlin), nehmen die Passagiere auf, bringen sie ans Ziel und kehren meist wieder leer nach Köln zurück. Es stellt sich die Frage, warum 30 Jahre nach dem Umzug der Bundeshauptstadt und fast fünfeinhalb Jahre nach Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER eine Umstationierung von Maschinen der Flugbereitschaft nach Berlin noch immer nicht erfolgt ist.

Altes Spannungsthema

Außerdem ist es verwunderlich, wieso überhaupt die Flugbereitschaft – die prinzipiell immer teurer ist als Charter- oder Businessclassflüge kommerzieller Anbieter – in diesem Ausmaß genutzt wird, wenn dies mit solchen logistische Mehrbelastungen einhergeht.

Das Verteidigungsministerium begründet die Flüge auch mit angeblich notwendiger “Aus- und Weiterbildung der Crews”; hier muss man allerdings ebenfalls fragen, inwiefern die Ausbildung für stinknormale zivile Politikerflüge aufwendiger sein soll als die militärische Flugausbildung, für die ja auch nicht ständig Weiterbildungen angesetzt werden.  Übrigens: Die meisten Passagierflüge entfielen 2025 auf das Bundeskanzleramt (106), das Auswärtige Amt (96) und das Bundespräsidialamt (66). Das Landwirtschaftsministerium nutzte die Flieger nur zweimal. Das alte Spannungsthema zwischen Sicherheit und Flexibilität der Regierungsflieger versus Steuergeldverschwendung ist nach wie vor virulent. (TPL)

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