Der Staat fährt mit: Schöne neue Totalüberwachung am Steuer (Symbolbild:Imago)
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Begrenzung von erlaubten Autofahrten: Wird Oxford zu einer Modellstadt der klimatotalitären 15-Minuten-City?

Obwohl Großbritannien der immer totalitärer werdenden EU nicht mehr angehört, wird George Orwells Heimatland mitnichten freier, sondern, im Gegenteil, zum Vorreiter des neuen Gesinnungs- und Überwachungsstaates. Nirgendwo werden mehr Menschen wegen Meinungsverbrechen schikaniert oder verhaftet, und Oxford wird zu einem Modell für den klimaverträglich schikanierten Menschen des 21. Jahrhunderts.
Dort gibt es nun nämlich ein „Genehmigungsgebiet“ (permit area), für das man eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen kann, die einen zu kostenlosen Autofahrten durch alle sechs (!) Mautstellen berechtigt – und das für 100 Tage. Es ist zwar nur eine Genehmigung möglich, auf dieser können aber bis zu drei Fahrzeuge eingetragen werden.

„Wenn eines der auf Ihrer Genehmigung eingetragenen Fahrzeuge zum ersten Mal an einem Tag eine Mautstelle passiert, wird eine Tageskarte abgezogen. Wenn Sie am selben Tag mit einem anderen Fahrzeug, das auf Ihrer Genehmigung aufgeführt ist, eine Mautstelle passieren, wird eine zweite Tageskarte abgezogen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Die Genehmigung ist 12 Monate lang gültig, während denen man an 100 Tagen („pro Genehmigung und nicht pro Fahrzeug“) die Mautstellen passieren kann. Sobald die kostenlosen Tageskarten aufgebraucht sind, verliert die Genehmigung ihre Gültigkeit. Danach wird eine tägliche Geldstrafe von 70 Pfund fällig. Nichtansässige erhalten 25 „kostenlose“ Tage. Die Einhaltung der Vorschriften wird durch automatische Kennzeichenerfassung und KI-Systeme überwacht.

Maut-Irrsinn mit Überwachungsschikanen

Ein nicht-ansässiger Fahrer, der in Oxfordshire Bekanntschaft mit dem Maut-Irrsinn machte, berichtet: „Als ich durch die Landschaft bei Oxford fuhr, stieß ich plötzlich auf die Swinford Toll Bridge. Da hinter mir Autos standen und es kein Zurück gab, musste ich weiterfahren. Ich dachte, es sei nur ein britischer Anachronismus und ein kleiner Scherz der beiden alten Herren in der Mautstelle, aber nein – sie wollten 5 Pence, und zwar nur in bar. Wer keins dabei hat, muss später wiederkommen, um zu bezahlen. Es gibt dort sogar Überwachungskameras! Ich habe dann auf Wikipedia nachgeschaut und herausgefunden, dass die Brücke 1700 per Parlamentsbeschluss erbaut wurde. Sie ist in Privatbesitz und bringt durchschnittlich 500 Pfund pro Tag ein!“

Wer durch Oxford und Umgebung fahren will, muss also einen regelrechten Dschungel von Mautstellen passieren oder ein umständliches Antragsverfahren für die 100-tägige Ausnahmegenehmigung absolvieren. Ansonsten drohen horrende Bußgelder, und überwacht wird alles durch modernste KI. Auch in Europa drohen solche Absurditäten, mit denen der Staat die Menschen zu klimafreundlichem Verfahren zwingen will, wenn er sie nicht gleich in „15-Minuten-Stätdten“ zusammenpfercht, wo sie gar nicht mehr Auto fahren „müssen“, sondern alles Nötige „bequem“ in 15 Minuten erreichen können – ob sie wollen oder nicht.

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