Beim kürzlich stattgefundenen CDU-Parteitag in Stuttgart sorgte ein beeindruckendes Zahlenwerk für Aufsehen: Insgesamt 170 Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sender – darunter ARD, ZDF, Deutschlandfunk und Deutsche Welle – waren akkreditiert und vor Ort im Einsatz.
Es ist eine unglaubliche Zahl! 170!!! Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – von ARD, ZDF, Deutschlandfunk und Deutsche Welle waren beim CDU-Parteitag in Stuttgart akkreditiert und eifrig im Einsatz, um von der Showveranstaltung rund um Merz und seine Katastrophentruppe zu berichten.
Von den Staatsfunker-Mitarbeitern entfielen etwa 60 auf Journalisten und Redakteure, 29 auf Kameraleute und der Rest auf technische Kräfte wie Toningenieure, Licht- und Übertragungstechniker. Die Zahlen stammen aus einer offiziellen Akkreditierungsliste, die öffentlich gemacht wurde und über die Nius berichtet.
Zum Vergleich: Bei einem früheren CDU-Parteitag vor einigen Jahren waren es lediglich rund 58 Redakteure der Öffentlich-Rechtlichen – eine Zahl, die damals bereits als überdimensioniert empfunden wurde. Dieses massive Personalaufgebot – weit mehr als doppelt so viele Mitarbeiter wie noch vor wenigen Jahren – wirft erneut ein Schlaglicht auf die Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es zeigt, wie verschwenderisch mit den jährlich rund 10 Milliarden!!! Euro Zwangsgebühren umgegangen wird.
Noch problematischer wird es, wenn man bedenkt, dass dieselben Sender bei Veranstaltungen anderer Parteien oder bei gesellschaftlich relevanten Themen oft deutlich zurückhaltender auftreten. Das nährt den Verdacht, dass hier nicht nur journalistisches Interesse, sondern auch institutionelle Machtdemonstration und Absicherung von Einflusssphären im Spiel sind.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sich längst zu einem überdimensionierten Staatsmoloch entwickelt, der mit staatlich erzwungenen Abgaben finanziert wird, aber zunehmend den Eindruck erweckt, mehr Staat im Staat als unabhängiger Dienstleister für die Öffentlichkeit zu sein.
Genau aus diesem Grund gewinnt die Forderung, diesen Zwangsmoloch grundlegend zu reformieren oder sogar abzuschaffen, immer mehr Anhänger. Ein frei finanzierter, pluraler Medienmarkt ohne verpflichtende Haushaltsabgabe würde Wettbewerb, Effizienz und echte Vielfalt fördern. Stattdessen könnte man mit einem Bruchteil der aktuellen Summe qualitativ hochwertigen, wirklich unabhängigen Journalismus finanzieren – etwa über gezielte Projektförderung oder einen schlanken, transparenten öffentlichen Kernsender. Die 170-Mann-Show in Stuttgart ist nur das jüngste Symptom eines Systems, das schon seit geraumer Zeit abgeschafft gehört.
(SB)























