Sie können es nicht lassen: Selbst Trauer gedenken und Anteilnahme werden von linken deutschen Medienschaffenden unablässig dazu missbraucht, um das Gift der Spaltung zu verspritzen. Wie schon nach der Ermordung von Charlie Kirk, als sich öffentlich-rechtliche deutsche Sender und die üblichen Verdächtigen Systempresse in posthumer Verunglimpfung des vor laufender Kamera erschossenen Aktivisten ergingen, wird nun auch im Fall des vergangene Woche in Lyon von Linksradikalen gelynchten 23-jährigen christlich-konservativen Demonstranten Quentin Deranque so getan, als sei dieser ein rechtsextremer menschenverachtender Fanatiker gewesen – mit dem kaum überlesbaren Unterton, letztlich sei eine Ermordung also ein nachvollziehbarer oder sogar dem Ziel nach lobenswerter Akt.
So wird in der deutschen Berichterstattung über einen gestrigen Gedenkmarsch für Deranque in Lyon, an dem mehr als 3.200 Menschen teilnahmen, keine Gelegenheit ausgelassen, zu betonen, bei diesem habe es sich um einen “Rechtsextremen” gehandelt. Der junge Mann war vor einer Woche am Rande einer rechten Kundgebung gegen die LFI-Abgeordnete Rima Hassan von etwa 20 maskierten Personen brutal attackiert worden. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und starb. Der Vorfall wurde gefilmt und löste landesweite Empörung aus. Dass das Opfer der als rechtsextrem eingestuften “Action française” angehörte und als Mitgründer der “nationalistisch-revolutionären” Gruppe Allobroges Bourgoin und Teil des Kollektivs Audace in Lyon identifiziert wurde, gereicht hier offenbar zur Relativierung und angedeutetem Verständnis für die Mordtat.
Linksradikalismus tötet
Die französische Polizei nahm sieben Verdächtige fest; sechs sitzen wegen Mordes bzw. schwerer Körperverletzung in U-Haft. Mindestens drei von ihnen werden dem radikalen linken Spektrum zugerechnet – darunter ein parlamentarischer Mitarbeiter des LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault und Mitgründer der antifaschistischen Gruppe Jeune Garde, die für den Angriff verantwortlich gemacht wird. Eine kritische Einordnung dieser Zusammenhänge und die auch in Deutschland existierenden fließenden Übergänge zwischen parlamentarischer Linken und linksterroristischer Gewalt sucht man in der Berichterstattung vergebens.
Dafür werden sogar die Initiatoren des Trauermarschs durch den Dreck gezogen: Dieser sei, so “n-tv”, von “mehreren rechtsextremen und streng katholischen Gruppierungen” organisiert worden. Die Behörden hatten vorher vor möglichen Zusammenstößen gewarnt – weil die Sympathisanten von Deranques Mördern und linke Verbände natürlich massive Proteste gegen die Veranstaltung angekündigt hatten; Präsident Emmanuel Macron persönlich setzte einen Appell zur öffentlichen Ruhe ab und betonte, dass es “keinen Platz für Milizen“ gebe – “egal aus welcher Richtung”. Die dabei mitschwingende Unterstellung, hier bahne sich eine Art militanter Konflikt zwischen Extremisten beider Lager, also gewaltbereiten Rechten und Linken ab, fällt jedoch ebenso ins Leere wie hier in Deutschland: Tatsächlich geht die militante Gewalt fast ausschließlich von linken Schlägern und Milizen aus. (TPL)























