Als Folge der von den USA und Israel am Samstag begonnenen Militärschläge gegen das iranische Mullah-Regime, weiten die Kämpfe sich nun immer weiter aus. Als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Libanon hat Israel in der Nacht Stellungen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Die Miliz teilte mit, ihre Angriffe seien Vergeltung für die Tötung des iranischen obersten Führers Ali Chamenei sowie für „wiederholte israelische Aggressionen“ und brach damit den seit 2024 geltenden Waffenstillstand. Der Iran griff seit Sonntag zehn Länder an, in denen sich unter anderem US-Stützpunkte befinden. In Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, dem Irak, Saudi-Arabien, Syrien, Jordanien, Katar, Bahrain und Oman schlugen Raketen ein. Saudi-Arabien verurteilte die „feigen iranischen Angriffe“ und kündigte an, wegen der „ungerechtfertigten Aggression“ alle nötigen Schritte zu ergreifen. Kronprinz Mohammed bin Salman telefonierte mit den Staatschefs der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait und Jordanien, sicherte ihnen volle Solidarität zu und bot „alle Fähigkeiten“ seines Landes an.
Mittlerweile sind mindestens sieben Generäle der Mullahs bei den Militärschlägen ums Leben gekommen. Wie schlagkräftig es noch ist, ist derzeit nicht überschaubar. Ein Dreier-Gremium aus Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Jurist des sogenannten Wächterrats hat inzwischen die Führung des Landes übernommen. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, innerhalb der nächsten beiden Tage solle ein neuer Oberster Führer gewählt werden. US-Präsident Donald Trump forderte die „iranischen Patrioten“ indessen in einer Ansprache zum Umsturz des Mullah-Regimes auf: „Seid mutig! Seid heroisch! Holt euch euer Land zurück! Amerika steht hinter euch“, appellierte er und versicherte: „Ich habe euch ein Versprechen gegeben und ich werde dieses Versprechen einhalten. Der Rest liegt bei euch. Ich werde euch dabei helfen“. Er werde „mit voller Kraft“ weiterkämpfen, „bis alle unsere Ziele erreicht sind“, so Trump. Er berichtete auch von drei gefallenen US-Soldaten und schwor sein Land auf weitere Verluste ein. „Als eine Nation trauern wir um die wahren amerikanischen Patrioten, die das ultimative Opfer für unsere Nation gebracht haben, selbst während wir die gerechte Mission fortsetzen, für die sie ihr Leben gegeben haben“, sagte er.
Eliminierung einer Bedrohung
Ein iranisches Regime, bewaffnet mit Langstreckenraketen und Atomwaffen, „wäre eine ernste Bedrohung für jeden Amerikaner“. Deshalb wolle er „das stärkste Militär der Welt“ jetzt „für das Gute“ einsetzen. Diese Handlungen seien richtig und notwendig, „um sicherzustellen, dass die Amerikaner niemals einem radikalen, blutrünstigen Regime gegenüberstehen müssen, das mit Atomwaffen und vielen Drohungen bewaffnet ist“. Seit fast 50 Jahren würden „diese bösen Extremisten“ die USA angreifen,“ während sie den Slogan ‚Tod für Amerika‘ oder ‚Tod für Israel‘ oder beides skandieren“. Sie seien der „weltweit führende staatliche Förderer des Terrors, wir sind die größte und mächtigste Nation der Welt“. Diese unerträglichen Bedrohungen würden nicht länger andauern“. Die iranischen Revolutionsgarden forderte er auf, die Waffen niederzulegen und Immunität zu erhalten, „oder den sicheren Tod zu erleiden“. Der Krieg werde etwa vier Wochen dauern – „oder weniger“.
Der türkische Autokrat Recep Tayyip Erdogan hat dem getöteten Ober-Mullah Chamenei öffentlich kondoliert und sich damit zum x-ten Mal als Sympathisant des islamistischen Terrors entlarvt. In einer gemeinsamen Erklärung haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien dem Iran unter anderem mit „militärischen Defensivmaßnahmen gedroht. Man sei entsetzt angesichts der wahllosen und unverhältnismäßigen Raketenangriffe des Iran auf Länder in der Region, darunter auch solche, die nicht an den ursprünglichen militärischen Operationen der USA und Israels beteiligt waren. „Wir fordern den Iran auf, seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einzustellen. Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen.
Später Maulheld Merz
Dies könne „potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören“. Man fragt sich, wie Deutschland diese Drohung „potentiell, falls notwendig“ umsetzen will. Auch hier sind die Europäer vor allem Zaungäste, nachdem sie die Mullahs viele Jahre lang hofiert haben und auf ihre Lügen bezüglich ihres Atomprogramms immer wieder hereingefallen sind.
Bundeskanzler Friedrich Merz forderte den Iran am Sonntag auch noch einmal gesondert auf, die „wahllosen Angriffe“ auf Staaten in der Region sofort zu beenden und mahnte, man müsse auch „an den Tag danach“ denken, indem man in Israel, in der Region und auch in Europa „eine Agenda mit Iran für diesen Tag danach entwickeln“. Die Bundesregierung teile „die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt“, sagte er weiter, nur um kurz darauf Zweifel anzumelden, „ob der Plan aufgeht, durch Militärschläge von außen einen politischen Wandel von innen heraus zu ermöglichen“. Man wisse ja schließlich auch nicht, „in welche Eskalation die harten iranischen Gegenschläge die Region noch ziehen werden“. Es war dies eine typische Merz-Rede, in der der eine Satz im Widerspruch zum vorherigen stand und Großmäuligkeit mit Duckmäusertum einherging. Er stößt Drohungen aus, die er dann sofort wieder relativiert, begrüßt den wahrscheinlichen Sturz des Mullah-Regimes, nur um ihn dann wieder zu bezweifeln, will Verbündete schützen und die iranischen Militärschläge abwehren, ohne auch nur ansatzweise über die Mittel zu verfügen.
Einmal mehr kann man froh sein, dass Deutschland international keine Rolle mehr spielt und niemand sich mehr für dieses Geschwafel interessiert.























