Rentner-Volkssturm bei der Bundeswehr? (Foto:Grok)
[html5_ad]

Mit 69 Jahren wieder zur Bundeswehr–Musterung?

Jetzt schlägt es 13. Am 3. März stellte der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, eine bemerkenswerte Idee vor: Die Alten bis 70 sollen wieder ran. Weil sich nicht genügend Freiwillige melden, die mit der Waffe in der Hand die Grenze sichern wollen. Das Sonderbare daran ist allerdings, dass Deutschlands Grenzen bislang überhaupt nicht gesichert wurden. Künstliche Hüfte oder Metall im Knie, Gehstock oder Rollator, das spielt in Krisenzeiten offenbar keine Rolle mehr. Das Vaterland muss verteidigt werden. Dazu braucht die Bundeswehr 260.000 Soldaten und Reservisten. Und weil die Freiwilligen nicht reichen, greift man nun auf eine Bevölkerungsgruppe zurück, die ohnehin zu Hause sitzt, auf dem Sofa, und den lieben langen Tag nur RTL schaut.

Sturmgewehr statt Rollator

Derzeit leben rund 18 Millionen Menschen über sechzig in Deutschland. Viele gingen vorzeitig in Rente, oft aus gesundheitlichen Gründen. Denen fällt nun die Decke auf den Kopf, haben Studien ergeben. Und diesen Menschen kann geholfen werden, so der Wehrbeauftragte des Bundestages. Er will sie wieder einer sinnvollen Tätigkeit zuführen. Enten füttern im Park, Gartenarbeit oder Bowling, das kann schließlich keine erfüllende Aufgabe für die letzten Jahre des Lebens sein. Kreuzfahrten und Fernreisen nach Mallorca hat der heutige Rentner ohnehin schon hinter sich. Was ihm fehlt, ist echte Fronterfahrung. Die durften bislang nur diejenigen genießen, die vor 1925 geboren wurden.

Uniform statt Ruhestand

Wer in Deutschland mit 67 Jahren in Rente geht – sieben Jahre später als der Werktätige in Frankreich – dem fällt naturgemäß irgendwann die Langeweile auf den Kopf. Frieden sichern irgendwo auf der Welt, Maßnahmen erfindet die Politik schließlich immer wieder. Deutschland wurde schon einmal am Hindukusch verteidigt. Warum also nicht auch die Rentnerphase etwas spannender gestalten?

Sanierung von Rentenkasse und Gesundheitswesen

Es ist leicht auszurechnen, wie viele Milliarden Krankenkassen und Rentenversicherung einsparen würden, wenn ein Teil dieser neuen Reserve frühzeitig auf dem Feld der Ehre ableben würde, wie einst in Stalingrad. Und irgendjemand muss schließlich auch die Drecksarbeit machen, wie Friedrich Merz es einmal formulierte.

Wir schaffen das!

Und dann wären da noch die Millionen Fachkräfte, die seit 2015 zu uns strömten und die Wirtschaft beflügeln sollten. Mangels Ausbildung können diese in unserer Industrie aber nicht eingesetzt werden. Man müsste diese Fachkräfte nur in eine Uniform stecken.

Was für ein Glück – ich bin 72!

Jahrelang machte ich Scherze darüber, dass ich mit Gehstock, künstlichem Knie und einer künstlichen Hüfte wohl kaum noch zur Bundeswehr eingezogen würde. Und jetzt stellt sich heraus: Ich habe tatsächlich Glück. Ich bin zwei Jahre zu alt für die Bundeswehr. Dabei hätte ich durchaus noch dienen können. Im Sitzen zum Beispiel. Ich hätte weiterhin Computerprogramme schreiben können. Diese könnten aufs Komma genau berechnen, wie viel Intelligenz in der deutschen Politik gerade im Einsatz ist.

______________________________________

Dieser Beitrag erschien auch auf MMNews.

b2f5c098487542b4ac55a0c160357655
image_printGerne ausdrucken

Themen