Schillernde und umtriebige Figur seit jungen Jahren: Philippa Sigl-Glöckner (Foto:Imago)
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Dubiose Verbindungen zu Wirecard und Epstein-Umfeld: NGO-Chefin und frühere Scholz-Spitzenbeamtin Sigl-Glöckner im Geheimdienst-Zwielicht?

Die Enthüllungen der Epstein-Akten erreichen nun auch Altkanzler Olaf Scholz und dessen Umfeld. Wie der Finanzwissenschaftler und Corona-Kritiker Stefan Homburg berichtet, taucht darin der Name von Philippa Sigl-Glöckner auf, einer 36-jährigen Ökonomin, die während Scholz’ Amtszeit als Bundesfinanzminister als persönliche Referentin und Büroleiterin des Staatssekretärs und späteren Kanzleramtsministers Wolfgang Schmidt tätig war. Seit 2020 ist sie Geschäftsführerin der von ihr mitgegründeten NGO „Dezernat Zukunft“, die gegen die Schuldenbremse kämpft und Unsummen von ausländischen Gönnern wie George Soros und anderen Gönnern aus den USA erhält. Von den 551 Fragen, die die Union im letzten Bundestagswahlkampf zum rot-grünen NGO-Moloch stellte, die sie seit ihrer Regierungsübernahme aber nicht mehr interessieren, entfielen allein 32 auf „Dezernat Zukunft“.

Sigl-Glöckner unterhält beste Kontakte zur SPD, in deren wirtschaftspolitischem Beirat sie sitzt, und in die Mainstream-Medien. Aus E-Mails von 2014 geht hervor, dass sie gut mit Lesley Groff bekannt war, einer der allerengsten Mitarbeiterinnen (und Komplizin) von Jeffrey Epstein. In einer E-Mail von Juni 2018 heißt es, Sigl-Glöckner beginne ihren Job beim „super-elitären deutschen Geheimdienst“ und sei im Finanzministerium „platziert“ worden, „um der Spur des Geldes zu folgen“. Der Text legt also nahe, dass sie vom Bundesnachrichtendienst im Ministerium eingesetzt wurde.

Abgründe der deutschen Politik

Homburg zeigt dies in seiner Youtube-Sendung schlüssig und plausibel auf. Sigl-Glöckner verhandelte für einen Markteintritt des Zahlungsdienstleisters Wirecard in China, als das Unternehmen bereits von der Berliner Finanzaufsicht beobachtet wurde und dessen betrügerischer Bankrott mit gewerbsmäßigem Betrug, Geldwäsche und Bilanzfälschung im Juni 2020 der wohl größte Unternehmensskandal der bundesdeutschen Geschichte ist. Der BSW-Europaabgeordnete Fabio de Masi vermutet, dass Wirecard ein „trojanisches Pferd“ des BND war, „um in die Zahlungsabwicklung in Fremdstaaten zu gelangen“. Scholz und Schmidt waren tief in den Wirecard-Skandal verwickelt, weil ihnen vorgeworfen wurde, dass die ihnen unterstehende Finanzaufsicht viel zu spät und zu zaghaft gegen das Unternehmen vorgegangen war.

Die Enthüllungen über Sigl-Glöckner, die schon seit ihren früheren 20ern über geradezu phänomenale Kontakte in einflussreichte Kreise verfügt und eine unglaubliche Karriere vorweisen kann, zeigen Zusammenhänge zwischen Epstein, dem BND und der deutschen Politik auf. Hier tun sich neuerliche Abgründe auf, die nichts mit Verschwörungstheorien zu tun haben, sondern durch E-Mails belegt sind. (TPL)

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