Offenbar war der Leidensdruck noch immer nicht groß genug. Die Industriezerstörung, all die politisch gewollte gezielte Zersetzung der deutschen Automobilindustrie, die Schädigung des Mittelstandes durch Rekordsteuern und Bürokratie, die Verarmung und Ausplünderung der Bürger durch abnorme Energiepreise und ständig neue Verteuerungen, all die politische Unfähigkeit von innerer Sicherheit bis hin zu slapstickreifen Infrastrukturpannen (Stichwort Stuttgart21): Das alles konnte hat offenbar noch immer nicht ausgereicht, den Bürgern die Augen zu öffnen. Dank einer systemischen Dauerpropaganda und Berieselung vor allem durch ARD und ZDF konnte das Problembewusstsein der dominanten Wählerschichten – Rentner, Angehörige des überbordenden Staatsdienstes und auch die erstmals wahlberechtigten 16- bis 18-Jährigen – so gering gehalten oder gar präventiv ausgemerzt werden, dass es erneut für eine riesige Mehrheit der für diesen beispiellosen Niedergang verantwortlichen Parteien Grüne und CDU reicht.
Die Grünen kommen auf 31,3 Prozent – nur ein schwacher Rückgang gegenüber 2021, als sie 32,6 Prozent erreichten – und liegen damit hauchdünn vor der CDU, die über 5 Prozentpunkte zulegen konnte und auf 29,7 Prozent kommt (2021: 24,1 Prozent). 1,6 Prozent trennen beide schon vorher feststehenden “Partner”, beides ohnehin Bestandteil der SED 2.0, wobei der grüne Erfolg dabei andere Ursachen hat als der schwarze: Wegen des prominenten Ex-Bundesministers Cem Özdemir verloren die Grünen nicht noch mehr Stimmen, und umgekehrt konnte die CDU trotz ihres blassen No-Names Manuel Hagel weiter zulegen. Jedenfalls haben beide Parteien damit künftig also sogar noch mehr Rückhalt als bisher in “The Länd”, dank einer offenbar von allen guten Geistern verlassenen Wahlbevölkerung. In den öffentlich-rechtlichen Wahlsendungen schwärmten elektrisierte grüntickende Kommentatoren geradezu orgiastisch von der nun sogar möglichen Zweidrittelmehrheit dieses schwarzgrünen Linksblocks. Warum dann nicht gleich eine offizielle Einheitspartei, in dieser Deutschen Demokratischsten Republik?
Wir können alles – außer wählen
“Wir können alles. Außer wählen”, heißt es auf einem sarkastischen Netz-Meme, das seit Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen heute Abend viral geht. In der Tat: Die Baden-Württembergern handelt hier sehenden Auges. Und weil es völlig egal ist, ob Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz regiert (in dem Bundesland stehen beide seit 10 Jahren unter “Spätzle-Mao” Winfried Kretschmann für dieselbe identische ideologische Linkspolitik), erfolgte das Bekenntnis zu dieser Kontinuität wissentlich und willentlich. Deshalb gilt: Wer heute Grün oder Schwarz gewählt hat, der hat damit für den weiteren Absturz votiert – und im Gegensatz zu den sprichwörtlichen dümmsten Kälbern haben diese hier ihre Metzger sogar gewählt, obwohl diese vor aller Augen munter am Schlachten sind. In der einstigen Herzkammer des deutschen Fortschritts und der Automobilindustrie sind damit die Weichen weiter Richtung Schussfahrt Deindustrialisierung gestellt, weiter hin zu Vermögensverlust und “Veränderung” der deutschen Heimat bis zur Unkenntlichkeit.
Man muss sich das gut merken; all die grünschwarzen Lemminge brauchen sich künftig nicht beklagen, wenn es ihnen wirtschaftlich, beruflich oder auch in Sachen individueller Freiheit bald selbst an den Kragen gehen wird. Den Preis für diesen Zukunftsverrat und neuerliche Absage an einen Politikwechsel werden hunderttausende Beschäftigte mit ihren Existenzverlust zahlen – und eine unbekannte Zahl an künftigen Messergewalt- und Terroropfern mit ihrem Leben, von anderen Folge- und Kollateralschaden dieser destruktiven Politik ganz zu schweigen. Der 8. März 2026 wird damit zum weiteren kalendarischen Highlight „unserer Demokratie” – und vermutlich nicht das letzte. Apropos, heute in zwei Wochen wird in Rheinland-Pfalz gewählt. Gute Nacht, Deutschland!, möchte man da ausrufen.
Die AfD: Verdoppelt, aber weiter wirkungslos
War da noch was? Ach ja, die einzige Realopposition und Alternative, um die es eigentlich hätte gehen müssen und die als tatsächlich einzige Kraft für einen überlebenswichtigen Kurswechsel gestanden hätte. Unter ihrem Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier schaffte sie es zwar sich zu verdoppeln, und kommt nach derzeitigen Hochrechnungen auf knapp 18 Prozent (gegenüber 9,7 Prozent vor fünf Jahren); doch praktisch bringt ihr dieses Resultat rein nichts. Rechnerisch könnte die Union – wie übrigens auch im Bund, hier nun sogar sogar noch leichter – mit der AfD natürlich bequem eine bürgerliche Koalition der Vernunft eingehen; eine solche würde sich, von den inhaltlichen Schnittmengen her und nach allen demokratischen und grundgesetzlichen Vorgaben, unter normal Umständen eigentlich aufdrängen und würde dazu auch den natürlichen Wählerwillen repräsentieren; doch die Brandmauerperversion und die völlig im grünen Rektum verschwundenen Parteioberen ziehen diese Option nicht einmal für informelle Sondierungen in Betracht.
So bleibt denn alles beim Alten: Die AfD kann, solange die gebührenfinanzierte Medienpropaganda und ein antidemokratisches Machtkartell der übrigen Parteien sie torpediert und dauerdiskreditiert, nur mühsam wachsen, und bis sie es irgendwann dann auch im Westen zu einer eigenen Mehrheit geschafft haben wird, ist von diesem Land nichts mehr übrig, was es noch zu retten gibt. Das Dilemma des deutschen Linksstaats setzt sich mithin fort.
Einziger Lichtblick
Apropos “nicht mehr zu retten”: Einzig der Untergang der SPD, die sich mit grade noch knapp 5,5 Prozent gegenüber 11 Prozent 2021 erneut halbierte und sich nach einem beispiellosen jahrzehntelangen Verrat an ihren Wählern als Klein- und Splitterpartei – hochverdient – allmählich aus der politischen Landschaft verabschiedet, ist bei dieser Landtagswahl positiv hervorzuheben, so wie natürlich auch das erwartbare und völlig legitime Abschmieren von FDP und Linken unter die Fünf-Prozent-Hürde. Friede ihrer Asche.
Aber wir wollen ja optimistisch sein: Ein Gutes hat die verfahrene Gemengelage, was sich bei den kommenden Landtagswahlen immer öfter zeigen wird: Auch wenn es für eine eigene AfD-Regierung nicht reicht, so wächst doch mit jeder weiteren Landtagswahl, bei der der Blauen weiter zulegen und dadurch stabile Regierungsmehrheiten mit der Union rechnerisch problemlos zu bilden wären, der Druck auf die CDU. Denn die bestehenen Regierungsmehrheiten entlarvt deren sklavische Ankettung an Grüne, SPD oder bedarfsweise sogar BSW und Linke nicht etwa als notgedrungene Pflich, sondern als Kür. Sie wollen es nicht anders, sie wollen links sein. Sie betreiben die vorsätzliche Verweigerung von sachpolitischer Verantwortungspolitik im Ungeist der Brandmauer als Selbstzweck, die faktisch zu einer immer linkeren Politik führt und die Koalitionspartner der Union immer mächtiger macht. Das wiederum könnte, lange bevor die AfD aus eigener Kraft regiert, zu einer (schon jetzt überfälligen!) inneren Revolte von verantwortungsbewussten Unionsmitgliedern führen – zuerst gegen den hauptverantwortlichen Rosstäuscher und Wählerbetrüger Merz, dann gegen die Brandmauer-Zeremonienmeister in den Ländern. (DM)























