Laura Cloppenburg (Screenshot)
[html5_ad]

„Das ist der Wahnsinn!“: ARD-Reporterin bei Grünen-Wahlabend im Freudentaumel

ARD jubelt lauthals mit den Grünen: „Das ist der Wahnsinn!“ Oder: Wenn die Vor-Ort-Reporterin bei einem Grünen-Wahlabend zum Fangirl wird, dann weißt Du, dass Du beim ÖRR zuschaust.

Beim Wahlabend zur Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 zeichnete sich ein knapper Sieg der Grünen unter Cem Özdemir ab – ein Ergebnis, das die ARD offenbar nicht nur berichten, sondern feierte. Die SWR-Reporterin Laura Cloppenburg, vor Ort bei der grünen Wahlparty, ließ jegliche journalistische Distanz fallen und outete sich als Fangirl der Grünen. „Das ist der Wahnsinn!“, rief sie, als Özdemir durch die jubelnde Menge zog. Sie sprach von „kein Halten mehr“, beschrieb ihn als gefeierten Superstar und hob enthusiastisch die Ankunft seiner frischgetrauten Frau hervor.

Einmal mehr wird klar:Wenn die Vor-Ort-Reporterin bei einem Grünen-Wahlabend zum Fangirl wird, dann weißt Du, dass Du beim ÖRR zuschaust.

Solche Formulierungen überschreiten die Grenze zwischen authentischer Stimmungsberichterstattung und offener Parteinahme. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert sich aus Zwangsbeiträgen aller Bürger – nicht nur durch jene aus der links-grünen Suppe. Genau deshalb gilt für ihn eine verschärfte Pflicht zur Neutralität. § 26 Abs. 2 des Medienstaatsvertrags (MStV) legt fest: Die öffentlich-rechtlichen Anstalten sind „in besonderem Maße der Einhaltung journalistischer Standards […] verpflichtet“. Ferner sollen sie „die einem öffentlich-rechtlichen Profil entsprechenden Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit achten und in ihren Angeboten eine möglichst breite Themen- und Meinungsvielfalt ausgewogen darstellen“.

Doch an diesem Abend galt für die Grünen ein Maßstab der öffentlich-rechtlichen Begeisterung, für CDU und erst recht AfD ein ganz anderer: kühle Sachlichkeit, skeptische Untertöne, pointierte Nachfragen. Keine Spur von vergleichbarer Euphorie, nirgends ein „Das ist der Wahnsinn!“ bei Hagel oder Frohnmaier.

Das ist kein bedauerlicher Ausrutscher. Es ist das sichtbare Symptom eines jahrelangen, strukturellen Versagens: Der ÖRR wird seit Langem dafür kritisiert, linke und grüne Positionen mit Samthandschuhen anzufassen, während konservative oder rechte Stimmen regelmäßig unter scharfem Beschuss stehen. Wenn selbst im hochbrisanten Moment eines Wahlabends – dem Lackmustest für journalistische Neutralität – die Grenzen so schamlos verschwimmen, zerbröselt das letzte bisschen Glaubwürdigkeit. Die Gebührenzahler finanzieren keine grüne Aftershow-Party, sondern eine unabhängige, ausgewogene Berichterstattung. Stattdessen bekommen sie Parteinahme light – live und in HD.

(SB)

0625ecb388ef4daf91d94b6e041e2384
image_printGerne ausdrucken

Themen