Trump und die Kurden... (Collage:Grok)
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Durchs wilde Kurdistan mit Donald Trump

Der noch immer bei heutiger Lektüre seiner Werke äußerst unterhaltsame deutsche Schriftsteller Karl May hatte sich für seinen Roman „Durchs wilde Kurdistan“ im Rahmen eines 6-Bände-Zyklus mit orientalischem Ereignisraum mit dem nie zu typischer Staatlichkeit gelangten Kurdistan ein nicht genau begrenztes Gebiet in Vorderasien als kurdisches historisches Siedlungsgebiet der Kurden auserwählt – wohin ihm jetzt der mächtige MAGA-Unruhestifter und US-Präsident Donald Trump gefolgt ist. Eben noch knallte es vom Iran-Match ausgehend, auch in den VAR; in Kuwait, dem Libanon und sogar vor der griechischen Küste, in Dubai wurden zehntausende Urlauber und Geschäftsleute kalt erwischt, da fragte ich mich, was macht eigentlich der osmanische Extremist und Islamstratege vom Bosporus, Türkenpräsident Erdogan?

Diesen müsste doch jetzt vor lauter Israel- und Judenhass, angesichts der US-israelischen Schlacht gegen das radikalislamische Mullah-Regime in Teheran, die kalte Wut gepackt haben. Und siehe da: Da krachte auch schon die nächste Kriegsnachricht wie eine böllernde Info-Drohne in unsere Wohnstuben, begleitet von dusseligen Kommentaren langweiliger, einseitig orientierter Mainstream-„Einordner“. Verlautet wurde, daß Donald Trump, den man inzwischen als obersten Kriegsherren im wackelnden, taumelnden, teils brennenden, Nahen Osten sehen muss, nunmehr einen Pakt mit Vertretern kurdisch-militanter Gruppierungen plane, sogar sich der Idee eines kurdischen Marsches auf Teheran, aus den benachbarten Kurdengebieten heraus, zugewandt habe und erste Vorgespräche mit Vertretern kurdischer Kampfverbände führen würde.

Trump eskaliert

Damit eskaliert Trump überdeutlich nun auch gegen schräge islamistische Allianzen, welche sich seit Khomeinis 1979er Machtergreifung im einst stolzen Persien überall auf der Welt gebildet haben und hatten. Jetzt aber gerät Trumps wohldosierter Vorstoß weit über die iranische Achse des Bitterbösen aus Mullahs, Hamas und Hizbollah hinaus. Für den türkischen Eroberer Erdogan, der seit Jahren das atheistisch-westliche Fundament des Begründers einer modernen, freien Türkei Ata Türks, gnadenlos schreddert, zerstört und ebenfalls (wie der teuflische) Stratege Khomeini und seine barbarischen Epigonen) seinem wahren Ziel einer von ihm diktatorisch gelenkten islamischen Theokratie, inzwischen bereits gefährlich nahegekommen ist. Für den hinterhältigen, skrupellosen Erdogan sind das neben der komplexen und komplizierten Dimension des innerislamischen Grund- und Dauerkonflikts zwischen Sunniten und Schiiten, welche sich gegenseitig wegen unterschiedlicher Glaubensauslegungen und teils kurioser Abstammungslinien (vom Propheten Mohammed) dogmatisch befehden, keine guten Nachrichten.

Zum besseren Verständnis: Kurdistan kommt nun auch noch aufs diffuse Thementableau, in ohnehin extrem unruhigen Zeiten: In den Staaten, über die sich das Kurden-Gebiet erstreckt, vermeiden die meisten maßgeblichen politischen Kräfte die Bezeichnung Kurdistan oder verbieten sogar streng den Gebrauch des Begriffes Kurdistan sogar, da sie darin einen territorialen Abfall als Gefahr betrachten, sowie eine weniger muslimische Gesinnung befürchten. Der Gebrauch wird hingegen von weiten Teilen der ethnischen kurdischen Bevölkerung gefordert – auf dem Weg hin zur Schaffung eines eigenen Staates Kurdistan, wofür diese immer wenig Unterstützung aus anderen Ländern erhielten.

Lästige Frage für den Rest der Welt

Die Kurden-Frage ist der Welt lästig, in der islamisch dominierten UNO bewusst kein Thema. Brisant denn auch: Das gesamte kurdische Siedlungsgebiet umfasst nach unterschiedlicher Definition 440.000 bis 530.000 km² und verteilt sich quer über die Staaten Türkei, Irak, Iran und Syrien. In diesen Gebieten sind neben den Kurden auch Araber, Perser, Aserbaidschaner, Türken, Turkmenen, Armenier, Assyrer/Aramäer und andere Volksgruppen ansässig – Trump wirft also quasi im Vorbeigehen einen glühenden Zigarettenstummel in ein riesiges Pulverfass, er scheint diese Spiele zu mögen.

Aber die Verbände der Kurden und ihre Anführer geben sich mehr als berechtigt skeptisch, waren sie doch in Syrien extrem wichtig um das dort errichtete blutige Geisterreich des völlig durchgeknallten „Islamischen Staates“ (IS) zu zerschlagen, bei dieser Allianz gegen den militanten Kampf des IS für ein Welt-Kalifat spielte der verschlagene Erdogan ein doppeltes Spiel, was ihm durch Trumps schwache US-Vorgängerregierungen auch sehr leicht gemacht wurde. Denn während der Westen unter Führung der Amerikaner mit den Kurden ein brutales, mörderisches IS-Regime niederrrang, fiel Erdogan, der sich an dieser Allianz gegen den IS beteiligte, hinterrücks den kurdischen Verbänden im Norden Syriens wie auch in den türkischen Siedlungsgebieten massiv in den Rücken, denn der von Erdogan eigentlich gewünschte Völkermord an den Kurden ist offen und klar, nun aber, bei dieser Gemengelage (Gaza; Libanon, Iran), bei der sich die US-Amerikaner mit den Israelis regelrecht eine antiislamische Front erschaffen haben, was derzeit Sunniten vs. Schiiten noch gar nicht berührt.

Gefährliche weitere Eskalationsspirale

Es scheint, als ob Trump und seine Strategen sowohl das Taliban-Desaster und die Quasi-Niederlage in Afghanistan gegen primitive Hindukusch-Höhlenmenschen als auch den progressiven Vormarsch des Organisierten Islam samt unterschiedlicher handelnder Akteure welche den (noch) freien Westen von Großbritannien bis Frankreich oder in den Niederlanden erheblich aufmischen, weshalb Trump, darauf anspielend, bei den verblendeten europäischen Eliten genau deshalb vor weiterer Zuwanderung durch Muslime mitsamt ihrer „Gebärmaschinen“ nach Europa leicht verklausuliert warnte. Fazit, vorläufig: Wenn Donald Trump dieses Fass aufmacht, bedeutet es zweifelsfrei via „Kurdistan“ die Eröffnung einer gewaltig großen, durchaus gefährlichen weiteren Eskalationsspirale mit kriegerischen, militärischen und sowieso auch terroristischen DImensionen.

Unglaublich, aber wahr, wenn jetzt die Kurden groß einsteigen und der militärische Marsch auf Teheran in Gang gesetzt wird, es in Folge zwangsläufig zu einer denkbar größeren Solidarität und Verbrüderung zwischen Kurden und Israel als potentiellem Paten-Staat käme, würde der hochgerüstete Erdogan vermutlich durchdrehen, vor den radikalen Kräften in seinem islamofaschistischen Regierungsbündnis in der Türkei könnte er nicht abtauchen, vor den eigenen Hardlinern wäre Erdogan gezwungen seine hässliche Judenhasser-Fratze deutlich und signifikant zu zeigen. Der kommende Sommer könnte infernalisch werden – wer es ruhig liebt, der sollte in diesem Jahr vielleicht besser einen langen Urlaub auf dem Mars buchen…

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