Begraben unter Akten: Dauerüberlastete Justiz (Symbolbild:Grok)
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Steigende Asylverfahren: Auch Hessens Gerichte sind am Limit

Auch die hessischen Verwaltungsgerichte ächzen unter einer wachsenden Flut von Asylverfahren. Im Jahr 2025 stieg die Zahl neuer Verfahren um beeindruckende 66 Prozent im Vergleich zu 2024, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Diese Entwicklung belastet die Richterschaft massiv, mit einer Belastungsquote von rund 160 Prozent – unhaltbare Bedingungen, die schnelles Handeln erfordern. Patrick Schenk, rechtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im hessischen Landtag, fordert dringende Maßnahmen: „Die Forderung nach mehr Planstellen ist berechtigt, aber diese müssen auch besetzt werden. Die Landesregierung muss die Suche nach qualifiziertem Personal intensivieren und attraktiver gestalten.“ Zudem plädiert er für kürzere Verfahrensdauern: Während die Ministerpräsidentenkonferenz sechs Monate anstrebt, lagen sie in Hessen 2023 bei durchschnittlich 24 Monaten.

Bundesweit spiegelt sich dieser der Trend wider. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) meldet für Februar 2026 einen Rückgang anhängiger Asylverfahren um 57,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auf 82.706 Fälle. Dennoch stieg die Zahl der Asylklagen 2025 bundesweit auf über 100.000, ein Anstieg von 40 Prozent in manchen Ländern wie Baden-Württemberg.

Gefährdung des Rechtsstaats

In Bayern kletterten die Klagen um 66 Prozent von 2022 auf 2024. Ursachen liegen in anhaltender Migration aus Ländern wie Syrien (25 Prozent der Anträge), Afghanistan und der Türkei. Der Malteser Migrationsbericht 2025 notiert einen Rückgang der Asylanträge um 30 Prozent im Vorjahr, doch die öffentliche Debatte eskaliert. In Hessen plant Justizminister Christian Heinz (CDU) eine Bündelung nach Herkunftsländern, um Verfahren zu beschleunigen – derzeit dauern sie bis zu 24,5 Monaten.

Schenk warnt: „Offene Grenzen und individuelles Asylrecht überlasten unsere Justiz und gefährden den Rechtsstaat. Die Landesregierung muss bei Bund und EU auf Abschaffung drängen.“ Experten wie der Deutsche Richterbund fordern mehr Ressourcen, da fast die Hälfte der Richterkraft in Asylverfahren fließt. Trotz Fortschritten – in Hessen sank die Dauer von 53,8 auf 45,6 Monaten in Darmstadt – bleibt die Belastung hoch. In allen Bundesländern gilt: Eine Reform ist essenziell, um das Überleben des Rechtsstaats zu schützen.

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