Bei einem Auftritt in Florida kündigte US-Präsident Donald Trump ein baldiges Ende des Iran-Krieges an, wenn auch noch nicht in dieser Woche. Alles laufe nach Plan, dem ursprünglichen Zeitplan sei man sogar weit voraus, der Krieg sei „so gut wie beendet“. „Wir haben einen kleinen Ausflug“ in den Nahen Osten unternommen, „um etwas Übles zu beseitigen. Und ich denke, Sie werden sehen, dass es ein kurzfristiger Ausflug wird“, so Trump, der einräumte, dass sein Vize JD Vance „vielleicht etwas weniger enthusiastisch“ bezüglich des Krieges sei. Als Grund für die Angriffe auf den Iran nannte er, die Mullahs hätten heimlich mit dem Bau einer neuen Anlage zur Gewinnung von Atombrennstoff begonnen. „Wenn ich sie nicht zuerst angegriffen hätte, hätten sie zuerst unsere Verbündeten angegriffen. Die Mullahs hätten „den Nahen Osten übernehmen“ wollen, ein Angriff auf US-Verbündete sei innerhalb einer Woche zu „100 Prozent“ sicher gewesen.
Seit Beginn der Angriffe am 28. Februar seien bereits über 5.000 Ziele im Iran bombardiert und 51 iranische Kriegsschiffe versenkt oder schwer beschädigt worden. Seit Kriegsbeginn habe es einen „83-prozentigen Rückgang bei iranischen Drohnen-Starts“ gegeben. Zur Beruhigung der US-Märkte kündigte Trump die Aussetzung der ölbezogenen Sanktionen und den Einsatz der US-Marine zum Schutz von Tankern in der Straße von Hormus an. Man wolle die Ölpreise niedrig halten, die durch den Konflikt nur künstlich gestiegen seien.
Fall B mit atomresistenten Bombern
Sollte der Iran allerdings die Ölversorgung trotz des Angebots stören, werde man auf einem „viel, viel härteren Niveau“ bombardieren – in diesem Fall stünden auch Anlagen zur Stromerzeugung auf der Zielliste. Inzwischen wurde bekannt, dass Trump auch die „Doomsday-Flugzeuge” des US-Militärs mobilisiert hat, die so gebaut sind, dass sie einen Atomkrieg überstehen und die militärische Reaktion der USA aus der Luft koordinieren können. Ihre Standardbesatzung besteht aus 22 Personen. Sie kosten 141,7 Millionen Dollar pro Stück, können bis zu drei Tage in der Luft bleiben, in der Luft betankt werden, eine Höhe von 40.000 Fuß erreichen, dienen als fliegende Funkstation und Kommandozentrale für den Präsidenten und den Kriegsminister und sind mit speziellen Antennen ausgestattet, die atomar bewaffnete U-Boote auch noch in großer Tiefe erreichen können, wenn normale Telefonleitungen oder Bodenstationen zerstört würden.
Für gewöhnlich werden sie zu Bereitschaftsübungen, zu Trainingszwecken oder um Stärke zu demonstrieren, ohne sie tatsächlich zur Koordinierung von Angriffen einzusetzen. Obwohl die E-6 bereits vor 40 Jahren eingeführt wurde, gilt sie noch immer als das überlebensfähigste Flugzeug der USA. Es scheint also, dass auch für die Eventualität eines Atomkrieges geplant wurde. Umso mehr bleibt zu hoffen, dass Trumps Ankündigung eines baldigen Kriegsendes sich bewahrheitet. (TPL)























