Im Schatten der Landtagswahl in Baden-Württemberg, bei der die AfD mit 18,8 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis in Westdeutschland erringen konnte, fanden in Bayern Kommunalwahlen statt, bei denen es der AfD gelang, ihre Stimmen fast zu verdreifachen. Laut vorläufigem Endergebnis kommt sie auf 12,2 Prozent in Bayern – 7,5 Prozent mehr als vor sechs Jahren. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder übte sich in einer Mischung aus Trotz und Frust. Zwar kam die CSU auf 32,5 Prozent der Stimmen, verlor aber 1,5 Prozent. „Wir haben überall eine klare Mehrheit neben der AfD“, so Söder.
In Wahrheit hat die CSU das schlechteste Kommunalwahlergebnis seit 1952 (!) und das zweitschlechteste ihrer Parteigeschichte eingefahren. Zwar wird die AfD wohl keinen Bürgermeister stellen, dafür aber über insgesamt 711 Sitze in Kreistagen und Stadträten verfügen – 451 mehr als bei der letzten Kommunalwahl 2020. In knapp 15 Landkreisen und kreisfreien Städten wurde die AfD jetzt zweitstärkste Kraft. Söder musste dann auch zähneknirschend einräumen: „Die AfD ist fest da. Sie ist Teil unserer deutschen Realität“. Welch gnadenvolle späte Anerkennung der Wirklichkeit!
Bittere Einsichten bei Wahlverlierer Söder
Wenn man sich bei der AfD auch ein noch besseres Ergebnis erhofft hätte, bestätigten auch diese Wahlen, dass die Ausgrenzungs- und Vernichtungsstrategie des Altparteienkartells gescheitert ist. Auch im Westen ist die AfD fest etabliert und holt Ergebnisse, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar waren. Die Dämonisierung in Politik und Medien verfängt bei immer weniger Wählern, die Zustände in Deutschland sind so katastrophal, das Versagen des herrschenden Machtkartells so offenkundig, dass die Menschen nicht mehr auf dessen Lügen hereinfallen.
Gerade Söder, der sich mit besonders aggressiven und unsäglich dummen Angriffen auf die AfD hervortat, die er unter anderem als „Bücklinge“, „Hofnarren Putins“, „Kremlknechte“ und „Verräter an unserem Land“ verunglimpfte, muss nun einsehen, dass die Partei auch in seinem Bundesland auf dem Vormarsch und eine dauerhafte Konkurrenz für die CSU ist, deren Machtmonopol in Bayern längst schwer erschüttert ist – wie die gesamte antidemokratische Brandmauer, die sich mehr und mehr als Todesfalle für die Union erweist. (TPL)























