Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Nicole Höchst (MdB) vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz
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Höchst brisant: Kalergi, der Große Austausch und ein verdeckter Völkermord

Es gibt Beispiel für grausame und monströse Völkermorde. Doch was ist eigentlich das, was wir im heutigen “Nie-wieder-ist-jetzt-Europa erleben? / von Nicole Höchst

Ich habe heute Morgen einen Tweet von Renaud Camus auf X gelesen, der mich sehr nachdenklich gemacht hat. Seine Gedanken möchte ich daher einmal konsequent beleuchten. Was wäre, wenn wir gerade lustvoll hypermoralisch sediert an unserer eigenen Auslöschung mitwirken? Was wäre, wenn der „Große Austausch“ ungleich umfassender wäre, weil er hypothetisch auf die Auslöschung aller Europäer abzielen würde – überall auf der Welt? Was wäre, wenn sie nicht unmittelbar getötet würden („auch wenn sie zunehmend tatsächlich ermordet, vergewaltigt, misshandelt, verfolgt, gedemütigt und dem Hass der aufgezwungenen kolonialen Besatzer ausgesetzt wären – vor allem durch die eigenen Regierungen“, so Camus) – sondern stattdessen durch „Ersatzmigration“ verdrängt und eben „ersetzt“ würden?

Was wäre, wenn neben allen rechtsstaatlichen, technologischen, medialen und bildhaften “Errungenschaften” der Moderne gerade die des Völkermords die verblüffendste wären? Was wäre, wenn sie auf Werbung, „Kommunikation“, Dauerberieselung durch Musik, Unterhaltung, Trancezuständen, Drogen und der vollständigen Kontrolle eines genozidalen Blocks über Schulen, Universitäten, Justiz, Medien, organische Intellektuelle sowie Netzwerke aus Denunziation, Diffamierung, Hetzkampagnen und Belästigungsmilizen aufbaute? Was wäre, wenn wir den ersten kühlen, „netten“, entschieden spielerischen, benommenen und mitunter glamourösen Völkermord erlebten (man betrachte nur die Werbung großer Luxusmarken)? Was wäre, wenn er gerade deshalb umso unheimlicher wäre: weil er so oft unbemerkt bliebe, so liebenswürdig und verlockend wirken würde, dass selbst seine hypothetischen Opfer begeistert mitmachten und sich mit dem erleichterten Gefühl ermorden ließen, eine kulturelle Pflicht erfüllt zu haben?

Austausch durch Gewalt

Hypothese 1 ist dabei die Annahme eines “Großen Austauschs” als umfassendere Auslöschung von Europäern durch schleichende Ersetzung statt durch direkte Tötung, aber eskalierend, mit zunehmender Gewalt, Misshandlung und Hass durch koloniale Besatzer und eigene Regierungen In US-Medien wird dieses „Great Replacement“ überwiegend als rassistische Verschwörungstheorie beschrieben, die eine geplante Ersetzung der weißen Mehrheitsbevölkerung durch Einwanderer postuliert und mit Anschlägen wie dem von Buffalo 2022 verknüpft wird. NPR berichtet, dass diese These inzwischen Teil des Mainstreams geworden ist, z. B. durch Tucker Carlson, der Demografie-Veränderungen als Bedrohung darstellt; ein Drittel der Amerikaner glaubt sie zudem, in verschiedenen Varianten. Die ADL erklärt sie als antisemitisch geprägt, mit vorurteilsstrotzenden Vorwürfen gegen “die Juden” als angebliche Orchestratoren.

Die schleichende Gewaltzunahme durch importierte Neubürger gegen Einheimische ist auch ein Deutschland zunehmend zu beobachten. Offizielle Statistiken des BKA zeigen in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 erstmals die “Tatverdächtigenbelastungszahl” (TVBZ) – sprich: die Tatverdächtigen pro 100.000 Einwohner ab 8 Jahren. Bei Gewaltkriminalität liegt die TVBZ bei Deutschen insgesamt bei 163, bei syrischer Staatsangehörigkeit bei 1.740 (Männer: 2.608; Frauen: 336), bei afghanischer bei 1.722, bei marokkanischer bei 1.885. Alternative Quellen interpretieren dies schärfer: So hebt die “Junge Freiheit” hervor, dass syrische Frauen (TVBZ 336 bei Gewalt) etwa öfter verdächtig sind sind als deutsche Männer (TVBZ 272). “Nius” berichtet von einem Allzeithoch bei Gewaltstraftaten durch Zuwanderer 2024.

Sukzessive Kontrollübernahme

Hypothese 2 geht davon aus, dass im Westen ein fortschreitender verdeckter “Völkermords” im Gange ist – durch Werbung, Kommunikation, Musik, Unterhaltung, Drogen und Kontrolle über Schulen, Universitäten, Justiz, Medien sowie Netzwerke der Denunziation und Diffamierung. US-Medien sehen diese These als Erweiterung der Verschwörungstheorie, die Institutionen als “Elite-Werkzeuge” darstellt. Der “Guardian” beschreibt, wie diese Denkmuster angeblich durch Medien wie “Fox News” (damals noch mit Tucker Carlson als prominentem Kommentator mit über 400 Erwähnungen) zum Teil des rechten Mainstreams wurde. NPR und SPLC kritisieren Carlson und die konservative Moderation Lauren Ingraham für die Verbreitung dieser Narrative.

Die ADL bezieht sich dazu auf explizite  Beispiele wie Ingrahams Aussagen zur „Ersetzung“. Freie alternative Medien in Deutschland wie Jouwatch oder auch Ansage! haben allerdings die anhaltende Islamisierung von Institutionen – etwa in der Bundeswehr als Militär-Imame – ebenfalls als Teil des Austauschs interpretiert. Junge Freiheit diskutiert Der „Große Austausch“ spielt auch in Kontexten wie Schulen oder Innenstädten, wo der Migrationsanteil weit überwiegt, eine Rolle.

“Spielerischer” Lifestyle-Völkermord?

Hypothese 3 ist eine mildere Abwandlung von Hypothese 2, die eine noch niederschwelligere Entwicklung annimmt und quasi vom ersten zwar zynisch-kühl kalkulierterten, aber spielerisch-nett daherkommenden “Völkermord” ausgeht, der seine Opfer einlullt und benommen macht, indem er positiv aufgeladen, fast glamourös daherkommt mit buntem Vielfaltschic in Mode, Musik, Film und Lifestyle, weshalb er lange unbemerkt bleibt und bei dem die Betroffenen selbst Opfer begeistert mitmachen. Zum Thema glamouröse Werbung: Magazine wie “Vogue” oder “Glamour” berichten positiv über Diversity in Luxusmarken (z. B. “Empowerment”-Kampagnen), ohne jede genozidale Implikation, aber im Ergebnis sorgt all dies für die kulturelle Verdrängung der westlichen Gesellschaften in ihren eigenen Ländern.

US-Medien kritisieren jene, die die „weiche“ Variante anprangern, als Hetzer oder unterstellten etwa Carlson eine verdrehte Logik, wenn er auch gewaltlose Einwanderung als geplante Umvolkungsmaßnahme darstellt. Die Abqualifizierung und das Lächerlichmach von Mahnern ist dabei Teil der perfiden Langzeitstrategie, die Fakten schafft und nach der “Frosch im Kopftuch“-Theorie die Gesellschaft schleichend und unbemerkt den Point of no return überschreiten lässt.  Natürlich wird für linke Gegner dieser Theorie jeder verdächtigt, der sorgenvoll die Stimme erhebt; so berichtet NPR über Trumps Debatten im Präsidentschaftswahlkampf 2024, die implizit „geheime Kräfte“ andeuten, und die ADL warnt – allerdings nicht ganz zu Unrecht – vor zunehmender Akzeptanz von Feindbildern wie “Juden als Manipulatoren”. Die Linke hingegen begrüßt den „Bevölkerungsaustausch“ teils ganz offen, wie etwa in Spanien.

Coudenhove-Kalergi und der “praktische Idealismus”

Und Hypothese 4 schließlich sieht die bevölkerungsersetzende Entwicklung
Richard  als Umsetzung eines lange gefassten Plans, der auf  Vordenker wie Richard von Coudenhove-Kalergi zurückgeht, der 1925 in „Praktischer Idealismus“ schrieb: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen.“ Diese Aussage tätigte er in seinem Gesamtgedankenkonstrukt „Adel“. Sie wird heute oftmals reflexartig als spekulative Prognose über eine sehr ferne Zukunft durch Globalisierung, Urbanisierung und abnehmende Vorurteile rezipiert, obwohl sie in keine politische Forderung oder ein Programm eingeordnet wurde. Dennoch kann man Kalergis Arbeit als geistige Grundlage für den “Großen Austausch” durch bewusste ethnische Vermischung und Bevölkerungsumgestaltung lesen.

Was wäre, wenn dieser “Große Austausch” tatsächlich auf Coudenhove-Kalergi zurückginge, der die natürliche ethnische Vermischung Europas prognostizierte – die dann heute zu Recht oder zu Unrecht in „Verschwörungsnarrativen“ zu einem geheimen Eliteplan umgedeutet wird, um die weiße Bevölkerung durch Migration aus Afrika und Asien zu ersetzen? Was wäre, wenn Eliten das als Teil der EU-Integration umsetzten, um eine „eurasisch-negroide Zukunftsrasse“ frei nach Kalergi zu schaffen? Gewiss; in Mainstream-Quellen wird der „Kalergi-Plan“ als rassistische, antisemitische Verschwörungstheorie eingestuft, die Kalergis Texte zugegebenermaßen sehr verkürzt und verzerrt darstellt; angeblich sei es ihm bei seinen Prognosen um eine positive, natürliche Entwicklung durch Globalisierung gegangen, nicht einen Plan mit Massenmigration.

Alles Kappes, antisemitisch und natürlich Verschwörungstheorie?

Doch auch wenn es ursprünglich anders gedacht gewesen sein sollte, könnte die heutige Entwicklung auf einer reduzierten Auslegung seiner Konzepte basieren. In manchen alternativen Medien wird sie sogar als reale Agenda präsentiert; bei AUF1 etwa glaubt man, Kalergi sei eine tatsächliche „Verschwörung“ zum Volksaustausch, mit Verknüpfungen zu aktueller EU-Politik, und “Compact” erwähnt in Kommentaren und Artikeln den Plan als „umgesetzte Agenda für Rassenmischung“. Die Junge Freiheit verweist, etwas vorsichtiger, auf Kalergi als „geistigen Vater“ der multikulturellen EU, mit impliziter Verbindung zu Migration.

Bemerkenswert ist, dass Kalergi heute von denselben gefeiert wird als gedanklicher Vater von Paneuropa, während seine Ideen zur „Rassenmischung“ gleichzeitig Verschwörungstheorien sein sollen. Das macht nicht wirklich Sinn und sieht sehr nach Cherrypicking aus. Diese Argumentation ist nicht kohärent und folgt keiner klaren inneren Logik. Fassen wir mal die Fakten stichwortartig zusammen. Kalergi wurde als “paneuropäischer” Visionär des geeinten Europas geehrt (etwa durch den Karlspreis 1950) und hatte erwiesenermaßen erheblichen Einfluss auf die europäische Integration, denn seine Paneuropa-Vision gilt als Grundlage der heutigen EU-Idee. Doch zugleich hat derselbe Autor in nachweislich demselben Lebenswerk – „Praktischer Idealismus“ von 1925 – eine Prognose einer gemischten “eurasisch-negroiden Zukunftsrasse” formuliert.

Cherrypicking: Paneuropa hui, Mischbevölkerung pfui

Die aktuelle Demografie-Entwicklung – sinkende einheimische Geburtenrate und die anhaltende Nettozuwanderung aus Afrika, Naher Osten, Asien – führt langfristig zu genau dieser gemischten Bevölkerungsstruktur. Wenn man nur den ersten Teil von Kalergis Thesen als wahr nimmt und den zweiten Teil als irrelevant oder verzerrt abtut, ist dies nicht konsistent. Hier drängt sich dann tatsächlich der Verdacht auf, dass das Etikett „Verschwörungstheorie“ eher als Schutzmechanismus dient, um die Kontinuität seiner Gedankens, deren Konsequenzen und eine daraus womöglich abgeleitete Gesamtagenda  nicht zugeben oder auch nur diskutieren zu müssen

Ist dieser Gedankengang etwa nicht nachvollziehbar? Jedenfalls wird er in freien Medien seit Jahren so oder so ähnlich formuliert. Ob Cherrypicking oder nicht, hängt davon ab, wie man Kalergis Gesamtwerk gewichtet. Sieht man „Praktischer Idealismus“ als einheitliches Gedankengebäude, dann ist das Ausblenden der Rassenprognose tatsächlich selektiv.
Sieht man die Paneuropa-Idee als eigenständiges politisches Projekt (was die meisten Historiker tun), dann ist es legitim, sich auf diesen Teil zu konzentrieren und die spekulative Nebenbemerkung wegzulassen. Beides ist vertretbar. Es gibt keine objektive „Wahrheit“ darüber, was das „eigentliche“ Werk Kalergis ist – nur unterschiedliche Gewichtungen. Die Kritik an der selektiven Rezeption ist daher kein Widerspruch zur Logik, sondern eine berechtigte Perspektive auf die Rezeptionsgeschichte.

Eindeutige Maßnahmen getroffen

Doch es gibt noch mehr inhärente Logik. Kalergi hat eine langfristige demografische Entwicklung prognostiziert (gemischte Bevölkerung durch Globalisierung, sinkende Vorurteile, Migrationstrends). Das ist Fakt. Diese Entwicklung findet seit Jahrzehnten statt – nachprüf- und belegbar durch sinkende Geburtenraten bei Europäern und anhaltende Nettozuwanderung aus Afrika, Naher Osten, Asien). Auch das ist Fakt. Die Politik in Brüssel und den nationalen Regierungen der EU hat längst Maßnahmen getroffen, die diese Entwicklung ermöglichen und fördern, und keineswegs verhindern – durch Familiennachzug, Asylrecht, Arbeitsmigration, begrenzte Rückführungen. Ebenfalls Fakt.

Wenn die Politik das nicht wollte, hätte sie andere Maßnahmen ergriffen (striktere Grenzen, keine Familienzusammenführung, massive Rückführungen, pronatalistische Politik mit sehr hohem Erfolg). Und da das Ergebnis Kalergis Prognose äußerlich entspricht, liegt nahe, dass es zumindest bewusst in Kauf genommen oder sogar gewollt ist. Das alles sind Tatsachen.

Stochastischer Ansatz

Ich füge noch ein wenig Mathematik in Form von Bayerischer Wahrscheinlichkeitsbetrachtung (hypothetisch, mit Parametern nach eigener Gewichtung) hinzu: Wenn H die Hypothese sei, dass die heutige Politik Kalergis Ideen folgt (bewusste oder implizite Umsetzung), und E sind die Beobachtungen (Ergebnisse stimmen überein), dann ergibt sich unter Vorausssetzung:

Priori P(H) = 0.5 (neutrale Annahme).
P(E|H) = 0.9 (hoch, wenn H wahr, passt das Ergebnis gut).
P(E|~H) = 0.1 (niedrig, wenn nicht H, ist die Übereinstimmung unwahrscheinlich rein zufällig).

Dann ist P(~H|E) – die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht Kalergis Ideen folgt, gegeben die Beobachtungen – etwa 0.1 oder 10 Prozent. Wenn man P(E|~H) höher ansetzt (z. B. 0.3 für plausiblere Zufälle), steigt die Wahrscheinlichkeit auf ca. 25 Prozent. Diese Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen zeigen uns ganz nüchtern: Die Interpretation „die Politik folgt nicht Kalergi“ ist unwahrscheinlich: 1 bis 25 Prozent, je nachdem, wie stark man die Übereinstimmung als gegeben einschätzt, aber es bleibt natürlich rein spekulativ.

Brandmarkung durch den Mainstream

Dass diese „Verschwörungstheorie“ inzwischen sogar den Verfassungsschutz auf den Plan ruft, wirft eine wichtige Frage auf: Wer oder was wird denn hier geschützt? Die Umsetzung der Ideen des gefeierten geistigen Vaters von Pan-Europa vielleicht? Manche sagen, das sei naheliegend. Andere sagen, das sei Spekulation. Natürlich wird auch wieder die Antismitismuskeule ausgepackt; warum? Um unliebsame Thesen mit Antisemitismus in Verbindung zu bringen und schließlich undiskutierbar zu machen?

Aus Mainstream-Sicht wird diese Deutung Kalergis als Verschwörungstheorie gebrandmarkt – um “Rassismus” und “rechte Gewalt“ zu bekämpfen. Aus alternativer Sicht freier Medien dient das Labeling jedoch der Zensur oder Verharmlosung realer Trends. Man kann natürlich nicht definitiv sagen, welche Sicht richtig ist, da es keine unabhängigen Belege für eine “Brandmarkungs-Strategie” gibt – es könnte einfach eine natürliche Reaktion auf unbelegte Behauptungen sein. Dennoch: Gewalt gegen Europäer und Deutsche findet statt und ist in Teilen rassistisch motiviert „Deutschland verrecke”, “Deutschland du mieses Stück Scheisse”, “Bomber Harris, do it again” usw.“ – das alles sind keine erfundenen Parolen, sondern echte linke Aussprüche und somit handelt es sich dabei um keine Verschwörungstheorie, sondern Tatsachen. Das Etikett „Verschwörungstheorie“ wird jedoch nicht auf die Gewalt selbst, sondern auf die These angewendet, dass diese Gewalt Teil eines bewussten Plans zur Auslöschung oder Ersetzung sei, der den Ideen Kalergis zur Durchmischung von Rassen folgt.

Unzureichender Opferschutz, Privilegien für Täter

Ob diese These zutrifft, hängt davon ab, ob man die offiziellen Erklärungen akzeptiert oder für vorgeschoben hält. Beides ist möglich; ein endgültiger Beweis für die eine oder andere Sicht fehlt.Und es gibt tatsächlich eine politische Steuerung von Migration in Europa. Sie entsteht aus EU-Freizügigkeit, Asylrecht, Familiennachzug, Arbeitsmigration, nationalen Entscheidungen. Diese Politik wird meist mit wirtschaftlichen, humanitären oder rechtlichen Argumenten begründet und natürlich nicht mit Kalergis Idee. Ob ihre langfristigen demografischen Folgen ausreichend bedacht wurden, ist eine legitime politische Streitfrage. Aber die Steuerung selbst lässt sich anhand konkreter Gesetze und Institutionen sehr klar nachvollziehen. Die Frage, die wir stellen müssen, lautet: Wird hier gezielt Politik gegen Europäer gemacht, oder sind dies alles nur Folgen eines Politiversagens?

Blicken wir auf die Ebene von Gerichturteilen, dann zeigt sich eine große Diskrepanz zwischen gesetzlichem Strafrahmen und tatsächlicher Sanktionspraxis. Freie Medien sehen darin ein strukturelles Problem: Täterschutz, kulturelle Rücksichtnahme, Überlastung durch Migration), Mainstream-Medien reden dagegen lieber von “systemischen Defiziten” und schützen Personalmangel oder das Resozialisierungsprinzip als Ausreden vor. So oder so: Viele schwere Taten enden mit Strafenweit unterhalb des gesetzlichen Mittelwerts an möglichem Strafmaß. Bewährung bei Vergewaltigung oder gar Totschlag sind keine Seltenheit mehr, Gruppenvergewaltiger gehen frei aus dem Gerichtssaal, Täter werden als “nicht schuldfähig” eingestuft und so weiter. All dies wird von Betroffenen und Kritikern mit Recht als unzureichender Opferschutz empfunden. „Täterschutz statt Opferschutz“ scheint die Devise zu sein; das ist mehr als eine subjektive Wertung. Die Zahlen und Fälle sprechen für sich.

Monströse Vorstellung

Also, was stimmt nun? Sie haben Recht: Der worst-case eines großen Plans klingt viel zu ungeheuerlich und monströs, um wahr zu sein. Genauso wie die Epstein-Akten vor ihre Veröffentlichung! Was wäre aber, wenn es auch hier genau wahr wäre und das, was hier vor sich ginge, genau den perfiden Plan folgt? Wären wir dann nicht verpflichtet, diesem antidemokratischen und selbstzerstörerischen Tun ein demokratisches Ende zu setzen?

Wenn Sie all das für Quatsch halten oder es ganz grandios finden, die Heimat ihrer Großeltern und Enkelkindern Fremden zu hinterlassen, die keinen Bezug zu diesem Land, unserem Traditionen und unserem Erbe haben und dessen Zerstörung gleichgültig in Kauf nehmen, dann wählen Sie eifach weiter die Kartellparteien. Für alle anderen gibt es eine Alternative.

 

 

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und ist seit 2017 Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach/Birkenfeld). Dort ist sie unter anderem als ordentliches Mitglied und Obfrau des Bildungsausschusses und als Sprecherin der AfD-Fraktion für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung tätig. Ferner ist sie stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Familie, Senioren und Jugend sowie für Digitales. Höchst ist desweiteren Delegierte des Deutschen Bundestages in den Europarat für die AfD-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist stellvertretende Vorsitzende des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Der erste Jahrgang dieser Kolumnen ist auch in Buchform erschienen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.

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