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Merz zementiert Atomausstieg als „irreversibel“ – Niederlande gründen Staatsbetrieb für neuen AKW-Bau

Während Merz den deutschen Atomausstieg als irreversibel erklärt, machen die Niederlande ernst: Die Regierung hat den neuen Staatsbetrieb NEO NL gegründet, um den Bau neuer Kernkraftwerke konkret voranzutreiben.

Der erste Standort wird voraussichtlich, wie unter anderem RP-Online berichtet, noch 2026 festgelegt, realistische Inbetriebnahme der ersten Blöcke liegt in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre. Die Kosten für die anfänglichen zwei Reaktoren werden auf 20 bis 30 Milliarden Euro geschätzt, wovon über 14 Milliarden aus dem Klimafonds kommen sollen.

Das ist grundsätzlich der richtige Ansatz. Kernkraft liefert CO₂-armen, grundlastfähigen, wetterunabhängigen Strom rund um die Uhr – genau das, was volatile Erneuerbare allein nicht leisten können. Die Niederlande importieren derzeit massiv Energie und sind dadurch geopolitisch angreifbar. Neue Reaktoren würden diese Abhängigkeit spürbar verringern, Strompreise langfristig stabilisieren und das Netz entlasten, während Wind- und Solaranlagen weiter sinnvoll ergänzt werden.

Im krassen Gegensatz dazu betreibt Deutschland seit Jahren einen ideologisch links-grün getriebenen Wahnsinn, der in fast allen Bereichen scheitert. Die Strompreise explodieren auf ein Niveau, das in keinem vergleichbaren Industrieland erreicht wird. Haushalte zahlen 2026 durchschnittlich 40 bis 50 Cent pro Kilowattstunde, in Dunkelflauten sogar deutlich mehr, während die Industrie oft doppelt so viel wie in Frankreich berappen muss. Nach dem ideologischen Atomausstieg 2023 stieg 2025 der Anteil von Kohle und Gas wieder deutlich an. Der Kohleausstieg wurde auf 2038 verschoben und neue Gaskraftwerke im Umfang von 10 bis 12 Gigawatt werden mit zig Milliarden subventioniert – ausgerechnet während die sauberste und emissionsärmste Großtechnologie für immer zerstört wurde.

Trotz eines Erneuerbaren-Anteils von rund 60 Prozent im Strommix sinken die Emissionen des Stromsektors kaum und liegen immer noch bei etwa 160 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr. Dunkelflauten zwingen zu teurem fossilem Hochfahren, während negative Börsenpreise bei Überproduktion mit Preisschocks abwechseln. Hohe Energiepreise, unsichere Versorgung und bürokratische Hürden treiben Unternehmen ins Ausland oder in die Stilllegung. Sogar die kaum zu ertragende EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bezeichnet den deutschen Atomausstieg inzwischen als strategischen Fehler. Merz nickt heftig mit seinem Köpfchen, erklärt aber den Ausstieg aus Atomkraft in Deutschland als nicht revidierbar.

Trotzdem bleibt eine zentrale Frage offen: Warum muss NEO NL ein reiner Staatsbetrieb sein? Megaprojekte sind kapitalintensiv und risikoreich, aber private Konsortien mit staatlichen Garantien, Abnahmeverträgen und cleverer Risikoteilung bauen in Großbritannien, Tschechien oder Polen effizienter, disziplinierter und oft günstiger. Frankreichs EDF-Fiasko mit Flamanville mahnt eindringlich: Volle Staatskontrolle führt häufig zu Bürokratie, massiven Kostenüberschreitungen und jahrelangen Verzögerungen.

(SB)

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