Insolvenz (Bild: shutterstock.com/Von photocrew1)
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Selbstvernichtung einer Wirtschaftsnation: Jede Stunde gehen drei deutsche Firmen pleite

Während Union und SPD nur noch damit beschäftigt sind, ihre von Anfang an zum Scheitern verurteilte Unglücksregierung zusammenzuhalten, geht Deutschland unaufhaltsam den Bach runter. Am Freitag teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die Zahl der Firmenpleiten im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit elf Jahren erreicht hat. Bei den Amtsgerichten wurden 24.064 Unternehmensinsolvenzen registriert, 10,3 Prozent mehr als 2024. In den beiden Jahren zuvor war die Zahl um je rund 22 Prozent gestiegen. Eine aktuelle Auswertung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeigt, dass sich der Negativtrend auch in diesem Jahr fortsetzt. Im Februar gab es 1.466 Insolvenzfälle – rund fünf Prozent mehr als im Januar und zwei Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Verglichen mit der Vor-Corona-Zeit (2016–2019) liegt das aktuelle Niveau um 58 Prozent (!) höher.

In den größten zehn Prozent der betroffenen Firmen waren über 23.000 Arbeitsplätze betroffen. Die Forscher erwarten keine Besserung. Nach einem ruhigen Jahresauftakt seien die Werte im Februar „außergewöhnlich stark angestiegen“ und hätten den zweithöchsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2020 erreicht. Die Zahlen würden darauf hindeuten, „dass im März weiterhin hohe Insolvenzzahlen zu erwarten sind. Im April und Mai ist ein weiterer Anstieg der Zahlen wahrscheinlich“, so Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung. Volker Treier, der Chefanalyst der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), sagte, 2025 sei „ein ausgesprochen schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort“ gewesen. Im Schnitt hätte in Deutschland alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden müssen.

Wirtschaft im freien Fall

„Runter mit den Arbeits- und Energiekosten, spürbarer Bürokratieabbau, verlässliche Rahmenbedingungen – und das sehr rasch. Nur ein konsequenter Reformkurs kann verhindern, dass sich die Insolvenzwelle weiter durch die Breite der Wirtschaft frisst. Und nur mit einer starken Wirtschaft können wir die geopolitischen Schocks abfedern“, fordert er. Aber dies wird natürlich ebenso verhallen, wie die zahllosen gleichlautenden Warnungen und Appelle in den Jahren zuvor. Die Wirtschaft befindet sich weiterhin im freien Fall. Die Brandmauer- Bundesregierung beschränkt sich auf Durchhalteparolen, der vermeintliche Wirtschaftskanzler Friedrich Merz erweist sich hier ebenso als Totalausfall, wie als Innen- oder Außenkanzler. Der Ökonom Clemens Fuest, Chef des ifo-Instituts, sprach die bittere Wahrheit aus: „Energieintensive Industrie hat keine Zukunft bei uns. Wir haben uns entschieden, ein Land zu sein, in dem Energie knapp ist. Das haben wir politisch alle gemeinsam so gewählt und die Konsequenzen müssen wir jetzt tragen“.

Ein Land vernichtet sich also wirtschaftlich – und kulturell gleichzeitig noch dazu-, wegen der Unfähigkeit seiner Eliten und der Passivität seiner Bevölkerung. Nichts wird diese Katastrophe noch aufhalten, zumal das dysfunktionale politische System dies auch gar nicht zulässt. Eine einst führende Industrienation manövriert sich ohne Not und nur aus ideologischem Wahnsinn auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes herab – und das in jeder Hinsicht. (TPL)

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