Letzte Woche bezeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den deutschen Atomausstieg beiläufig als „großen strategischen Fehler“ – obwohl sie selbst als langjährige Ministerin mehrerer Merkel-Kabinette diesen Fehler, der in Wahrheit eine historische Fehlentscheidung ungeheuren Ausmaßes ist, mittrug. Der Energieökonom Prof. Manuel Frondel spricht vom „größten energiepolitischen Fehler der vergangenen Jahrzehnte“ und von dreistelligen Milliardenbeträgen, die Deutschland volkswirtschaftlich verloren habe. Frondel war bereits an der Energieprognose von 2009 beteiligt, die zu dem Schluss kam, dass schon eine Laufzeitverlängerung von zwölf Jahren einen volkswirtschaftlichen Nutzen von über 100 Milliarden Euro gebracht hätte.
Der Atomausstieg bremse zudem das Wirtschaftswachstum. Digitalisierung und neue KI-Rechenzentren bräuchten „sehr zuverlässigen, kostengünstigen Strom“. Allein mit wetterabhängigen erneuerbaren Energien sei das kaum machbar. Der norwegische Wirtschaftsprofessor Jan Emblemsvåg hatte in einer Studie die Kosten der Energiewende mit einem Szenario verglichen, in dem Deutschland die Kernenergie beibehalten hätte. Die Mehrkosten des Atomausstiegs durch Investitionen, Betriebskosten und staatlichen Fördergeldern bezifferte er auf rund 330 Milliarden Euro, ca. 3.900 Euro für jeden Bürger.
Merkels Horrorbilanz
Je nach Verbrauch ließen sich damit neun bis 16 Jahre lang der Strom bezahlen. Der Stuttgarter Energieprofessor André Thess erinnerte daran, dass auch noch die deutsche Abhängigkeit von ausländischen Stromlieferungen massiv gestiegen sei. Außerdem würden Solarmodule und Windkraftanlagen nicht vom Himmel fallen, sondern aus China importiert. Der Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing erklärte: „Eine Tatsache ist, dass das Bruttonationaleinkommen etwa proportional zum Energieverbrauch eines Staates ist und unser Wohlstand von billiger Energie abhängt. Insofern war es Wahnsinn, funktionierende Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten“. Der Staat müsse nun zahlreiche Erdgaskraftwerke subventionieren, deren Bau bereits zweistellige Milliardensummen verschlinge, wobei der Betrieb noch nicht eingerechnet sei. Auch das bezahlen natürlich die Steuerzahler und Stromkunden – ebenso wie die staatlichen Zuschüsse für erneuerbare Energien und die Kosten für CO2-Zertifikate.
Der Atomausstieg war also weit mehr als ein bloßer Fehler. Er war und ist ein Verbrechen am deutschen Volk und am Wirtschaftsstandort Deutschland, dem dadurch die Totenglocke geläutet wurde. Verantwortlich war auch hier maßgeblich Angela Merkel, die neben ihrer fatalen Migrationspolitik den Deutschen auch noch dieses Erbe hinterlassen hat – und ihnen Billionenlasten auf Generationen aufs Auge gedrückt hat, gegen die der damalige Versailler Vertrag ein Witz war. Doch die Frau steht nicht vor Gericht, sondern wird mit Orden behängt. Es ist schlicht unfassbar. (TPL)























