Redet mal wieder Klartext: Molkerei-Unternehmer Theo Müller (Foto:Shutterstock)
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Ende der Brandmauer in Baden-Württemberg gefordert: Darauf eine Müller-Milch!

Während die CDU in Baden-Württemberg noch immer ihre Wunden über die selbstverschuldete Niederlage bei der Landtagswahl am vorletzten Sonntag leckt, hat Müllermilch-Chef Theo Müller sich nun für eine Koalition der CDU mit der AfD ausgesprochen. „Die CDU muss sich nicht kleinmachen und Juniorpartner von Cem Özdemir werden. Sie könnte stattdessen auch mit der AfD regieren oder sich von ihr dulden lassen“, sagte er gegenüber der „Welt“. Seiner Ansicht nach macht Markus Frohnmaier, der AfD-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, „einen sehr guten Eindruck“. Was er sage, habe Hand und Fuß. Er wüsste nicht, „was gegen eine CDU-geführte Landesregierung spricht, die mit der AfD von Herrn Frohnmaier zusammen regiert“, so Müller.

Die CDU erinnerte er daran, dass sie nicht nur ebenso viele Mandate wie die Grünen errungen, sondern auch mehr politische Optionen habe. Auf jeden Fall sollte sie bei der Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, empfiehlt Müller. Die Wahl sei geheim. Wer dort am Ende wen wähle, wisse niemand. „Im Falle eines Sieges könnte die CDU sagen, dass der Respekt vor dem Parlament irgendwelche Spekulationen verbietet“.

Mehr realpolitische Vernunft und politisches Geschick als die Brandmauer-Union

Mit seinen Aussagen beweist das 86-jährige CDU-Mitglied Müller mehr realpolitische Vernunft und politisches Geschick als die jämmerlichen Brandmauer-Gestalten der CDU, die es vorziehen, mit dem Grünen-Wahlsieger Cem Özdemir um ein paar Machtfetzen zu feilschen und alberne Vorschläge wie einen Wechsel des Regierungschefs innerhalb der Koalition zu machen, anstatt die Möglichkeit einer Koalition mit der AfD zu nutzen, die zudem zur Abwechslung auch einmal den Wählerwillen abbilden würde, da rund die Hälfte der Wähler in Baden-Württemberg für eine Mitte-Rechts-Regierung stimmte – so wie auch bei der Bundestagwahl und fast allen Landtagswahlen der letzten Jahre.

Die Union wäre also gut beraten, auf Müller zu hören. Allerdings ist dies bei diesem abgehalfterten und opportunistischen Funktionärsverein nicht anzunehmen. Lieber macht man sich dort weiter zum Lakaien der Linksparteien und geht langsam zugrunde, als sich durch das Einreißen der Brandmauer eine reale Machtoption für die Zukunft zu schaffen. (TPL)

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