Personell in die unterste Schublade gegriffen: SPD-Ministerpräsident Woidke (Foto:Imago)
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Neue schwarz-rote Brandenburger Landesregierung: Negativauslese aus Alkoholfahrern, Berufsabbrechern, Schul- und Zivilversagern

Die Kabinettsliste der neuen rot-schwarzen Landesregierung von Brandenburg von SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke bestätigt einmal mehr, von welch einer grotesken Negativauslese Deutschland überall regiert wird. Neuer Bildungsminister wird Gordon Hoffmann von der CDU, der bekannte, als Schüler „stinkend faul“ gewesen zu sein, den 10.-Klasse-Abschluss „nur mit Hängen und Würgen“ geschafft und die anschließende Lehre abgebrochen zu haben. Auf dem zweiten Bildungsweg absolvierte er dann ein Studium der Sozialpädagogik. Vor allem machte er aber eine Parteikarriere, die ihn in den Landtag führte. Mit einer solchen Biographie soll er ein Bundesland, das in bundesweiten Bildungsvergleichen auf dem letzten Platz liegt, nach oben führen. Dafür erhält Hoffmann 250 neue Lehrerstellen zugestanden.

Dass Woidke bei der Auswahl seiner Regierungsmannschaft in die unterste Schublade gegriffen hat, zeigt auch der neue Potsdamer Innenminister Jan Redmann (ebenfalls CDU), der sogar eine noch “farbigere” Biographie als Hoffmann vorweisen kann: Er wurde von der Polizei sturzbetrunken auf einem E-Scooter erwischt, nachdem er durch seine völlig unbeherrschte  Fahrweise aufgefallen war, musste 8.000 Euro Strafe zahlen und verlor seinen Führerschein.

Stellvertretend für alles, was hier schiefläuft

Und das, wohlgemerkt, nicht etwa als eine viele Jahre zurückliegende Jugendsünde, sondern erst im Juli 2024, als er bereits mehrere Jahre Fraktionsvorsitzender war. Redmann hat bis jetzt jede Direktkandidatur krachend verloren und zog stets nur über die CDU-Landesliste in den Landtag ein. Nun ist er der Vorgesetzte von 8.700 Polizisten, die sicherlich voller Respekt zu einem solchen Mann aufblicken werden. Schulversager und Verkehrssünder werden in diesem Parteienstaat zu Bildungs- und Innenministern.

Diese beiden Apparatschiks, die ihren Aufstieg in höchste Ämter nur den kaputten Strukturen der „Elitenauswahl“ dieses Landes verdanken, stehen stellvertretend für alles, was hier schiefläuft. Was man früher in Satiresendungen als Parodie präsentiert hätte, ist längst bittere Realität – und das natürlich nicht nur in Brandenburg, sondern überall. (TPL)

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