In der Politik versammeln sich seit Langem Figuren, die in der freien Wirtschaft kaum Karriere machen würden. In der neuen, ohne Wählerwillen gebildeten Koalition zeigt sich das aktuell besonders krass an zwei CDU-Ministern: Ein selbsternannter Schulversager wird Bildungsminister, ein ertappter Suff-Fahrer neuer Chef der Polizei.
In Deutschland ist die Politik seit Jahren bereits ein Sammelbecken für Personen, die es in der freien Wirtschaft schwer hätten oder es schlicht nicht schaffen würden: mangelnde Qualifikation, Skandale oder fehlende Erfolge im echten Berufsleben werden durch Parteibuch und Netzwerke kompensiert. Das zeigt sich quer durch alle Parteien und Bundesländer, doch in Brandenburg gerade jetzt in beeindruckender Weise an den beiden CDU-Gestalten in der neuen rot-schwarzen Koalition (seit März 2026) unter dem SPD-Genossen und Ewigkeitspolitiker Dietmar Woidke.
Gordon Hoffmann (CDU), nun Bildungsminister, hat selbst über seine Schulzeit berichtet: Er war „stinkend faul“, schaffte den 10.-Klasse-Abschluss nur „mit Hängen und Würgen“ und brach eine Lehre als Zentralheizungs- und Lüftungsbauer ab. Später qualifizierte er sich über den zweiten Bildungsweg in den Laberfächern Sozialpädagogik und Soziale Arbeit. Sein Ex-Klassenlehrer zeigte sich „sehr, sehr stolz“, dass sein stinkfauler Schüler Hoffmann „doch noch irgendwo angekommen“ sei. In der freien Wirtschaft würde ein solcher Werdegang selten zu einer Führungsrolle in einem sensiblen Bereich wie Bildung führen – in der Politik schon, wo er nun Brandenburgs Schulen reformieren soll, die bei bundesweiten Vergleichen seit Jahren schwächeln.
Noch auffälliger: Jan Redmann (CDU), Innenminister und Chef über Tausende Polizisten. Im Juli 2024 wurde er mit 1,28–1,3 Promille auf einem E-Scooter erwischt – Führerschein entzogen, 8.000 Euro Strafe wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr (Straftat ab 1,1 Promille). Redmann machte den Vorfall öffentlich, räumte einen „schweren Fehler“ ein und fuhr trotzdem Wahlkampf. Trotz seiner Sufffahrt soll er nun für innere Sicherheit verantwortlich sein, wo er nach einen Aussagen eine „harte Linie“ fahren will. Eine klare Glaubwürdigkeitslücke – in der Privatwirtschaft würde ein solcher Vorfall oft Karriere bremsen, in der Politik wird es ausgesessen und nach oben befördert.
Die Koalition in Brandenburg selbst entstand ohne echten Wählerauftrag von 2024 (SPD 30,9 %, CDU nur 12,1 % – zusammen keine Mehrheit). Nach dem Bruch mit dem BSW Anfang Januar 2026 (interner Zerfall, Austritte, Fraktionschaos) kündigte Woidke das Bündnis. Statt Neuwahlen – wie in vergleichbaren Fällen üblich – lehnte er das ab: „Drei, vier, fünf Monate Zeit verplempern?“ mit Wahlkampf, während Krisen drängten, so seine billige Ausrede zum Machterhalt. Der AfD-Antrag auf Landtagsauflösung scheiterte im Januar – nur 36 Ja-Stimmen, logisch dass SPD und CDU blockierten. Dann rot-schwarz mit CDU – eine Konstellation, die 2024 niemand wollte. Zudem zeigen Umfragen: Viele Brandenburger forderten Neuwahlen.
(SB)























