Sexualverbrechen (Symbolfoto: Shutterstock.com)
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Wieder Gruppenvergewaltigung in Jugendzentrum?

 In einer kleinen niedersächsichen Gemeinde bei Zeven, genauer in Gnarrenburg, hat sich ein brutaler mutmaßlicher Gruppenmissbrauch ereignet. Opfer ist eine 14-jährige Gymnasiastin. Die Täter: drei Jugendliche – ein 16-jähriger Niederländer (mit Migrationshintergrund), ein 18-jähriger Iraner mit langer Jugendamt-Akte und ein 15-jähriger Syrer.

Der mutmaßliche Haupttäter (der Niederländer) lockt das Mädchen per Snapchat ins kommunal-evangelische Jugendzentrum. Oben im Raum auf der Sofalandschaft schließen die drei die Tür ab, drehen laute Musik auf, damit Hilferufe nicht gehört werden. Sie halten das Mädchen fest, vergehen sich nacheinander an ihm – und filmen die Tat von hinten. Der halbtags als Diakon bei der Kirche angestellte Betreuer will nichts mitbekommen haben; andere Jugendliche johlen. Er hört angeblich nichts und meldet nichts – weder an Polizei noch Eltern. Er beruft sich auf angebliche Schweigepflicht (die bei schweren Straftaten gegen Minderjährige nicht gilt). Später zeigt das Opfer ihm einen Schwangerschaftstest – erst da reagiert man halbherzig. Die Türen des Tatort-Raums wurden mittlerweile ausgehängt – mehr „Transparenz“ gab es nicht.

Einige Tage nach der Tat schreibt das Mädchen per WhatsApp an die Mutter): „Dann haben die das alle bei mir gemacht und auch extra die Tür abgeschlossen und Musik angemacht, damit man nichts hört.“ Eine Woche später erfährt sie, dass das Video im Dorf und in der Schule kursiert: „Überall geht dieses Video rum. Ich wurde auch im Freibad von zwei Mädchen angesprochen, dass wohl schon öfter was passiert ist.“ Die Mutter entdeckt das Video zufällig auf dem Handy ihrer Tochter.

Das Opfer geht nirgends mehr hin, die Täter besuchen die Berufsschule gegenüber ihrer Schule – sie sieht den Hauptverdächtigen oft. Die 14-Jährige hat ihre Aussage auf sieben DIN-A4-Seiten bei der Polizei gemacht. Die leitet die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft Stade weiter, die angeblich wieder einmal mit „höchster Priorität“ ermittelt – Ergebnisse frühestens in zwei Monaten.

Die Mutter klagt verzweifelt, dass die Gemeinde, die Kirche, alle sich totschweigen würden. Es passiere nichts. Jeder macht so weiter, als ob nichts passiert wäre. Hilfe habe sie von keiner Seite bekommen. Man kämpfe gegen Windmühlen. Nur, als Familie werden man das niemals vergessen können. Es werde die Familie immer begleiten. Sie will: gerechte Strafe für die Täter und dass ihre Tochter „mit erhobenem Kopf durch die Gemeinde gehen kann, ohne Schamgefühl“.

Dieser Horror ist kein Einzelfall – siehe den ähnlichen Fall in Neukölln mit verspäteter Polizei-Einschaltung, Video-Verbreitung und Unverfrorenheit der Täter.

(SB)

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