Der muslimische Fastenmonat Ramadan ist gerade zu Ende gegangen, und für Nicht-Muslime in islamischen Ländern bedeutet er vor allem eine Zeit noch größerer Angst und Schikanen als gewöhnlich, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet. Eine heimlich und ohne Wissen selbst der eigenen Familie zum Christentum konvertierte Ex-Muslima im Jemen berichtet, dass sie sich während des Ramadans vor allem unsichtbar macht und in ständiger Angst lebt. Ihre Familie wisse nichts von ihrem christlichen Glauben, sonst würde sie sie umbringen. Tagsüber würden sie und ihre Töchter sich anpassen, zu Hause aber das Fasten brechen, „heimlich, als wäre selbst das Trinken ein Verbrechen“. Um keinen Verdacht zu erregen, nimmt sie sogar an muslimischen Gebeten teil. „Wir wollen das nicht tun, aber wir haben Angst“, sagt sie.
Auch der 25-jährige, ebenfalls aus dem Jemen stammende, nun aber in Ägypten lebende Ahmed, erklärte, sein Vater, der zu den Huthi-Rebellen gehört, würde ihn umbringen, wenn er wüsste, dass er Christ geworden sei. In Ägypten erlebe er den Ramadan zwar als weniger bedrohlich die muslimische Fastenzeit als weniger bedrohlich, in der Öffentlichkeit nicht zu fasten, sei aber auch hier kaum möglich. Da er an einem schmerzhaften Leistenbruch leide, habe er eine Erklärung dafür, nicht auf Essen und Trinken verzichten zu können, was ihm einen gewissen Schutz verschaffe. Anders als im Jemen gebe es in Ägypten immerhin „mehr sichtbares christliches Leben“, mehr Gemeinschaft und mehr Räume für Christen – auch wenn viele wie er ihren Glauben im Verborgenen lebten. Der aus dem Jemen nach London geflohene Aktivist John Ghanim und sein Team stehen in engem Kontakt mit Christen in der arabischen Welt, die während des Ramadan allgegenwärtiger sozialer Kontrolle ausgesetzt seien. Vielerorts sei es üblich, dass Nachbarn Essen teilen oder sich besuchen. Wer sich dem entziehe, falle auf.
Menetekel auch für Deutschland
„Kein anderer Monat verdeutlicht die Stellung religiöser Minderheiten innerhalb islamischer Gesellschaften wie der Ramadan“, so der Islamwissenschaftler und Journalist Kacem El Ghazzali. In vielen muslimisch geprägten Ländern, komme es immer wieder zu Verhaftungen, wenn man beim Rauchen, Essen oder Trinken erwischt werde. Restaurants würden teilweise „nur Muslime“ bedienen. Auch Markus Rode vom christlichen Hilfswerk Open Doors, erklärte, dass der Ramadan für Konvertiten sozialen Zwang bedeute: familiäre Verpflichtungen, gemeinsame Besuche oder Moscheegänge müssten eingehalten werden, um keinen Verdacht zu erregen. Rode verweist auf konkrete Beispiele. Auf Sansibar seien Christen ausgepeitscht und zur Polizei gebracht worden, weil sie während des Ramadan gegessen hätten. In anderen Fällen seien Christen in ihren eigenen Häusern angegriffen worden. Christen, die Restaurants betrieben, könnten diese oft nicht öffnen. In Bangladesch seien christliche Händler von Extremisten gezwungen worden, ihre Geschäfte während der Fastenzeit zu schließen, in Brunei und im Irak sei es strafbar, während des Ramadan öffentlich zu essen.
Das alles zeigt nicht nur abermals die grauenhafte Intoleranz der selbsternannten „Religion des Friedens“, es ist auch ein weiteres Menetekel für Deutschland, das man de facto selbst als islamisch geprägtes Land ansehen muss. Während Politiker sich mit Ramadan-Grüßen überbieten und Fastenbrechen veranstalten, die Grünen letzte Woche sogar im Bundestag, ist es an Schulen längst gang und gäbe, dass muslimische Schüler, die oft bereits die Mehrheit sind, andere zur Einhaltung der Fastenregeln zwingen – Lehrer und Schulleitungen schauen auch hier aus falsch verstandener Toleranz und vor allem aus Angst einfach weg oder laden gar selbst zum Fastenbrechen ein, während Weihnachtsfeiern nicht mehr stattfinden. Was die Konvertiten aus dem Jemen schildern, ist auch in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern bereits Realität. Die blinde Naivität der Politik, die diese zur Islamisierung ganzer Länder führende Massenmigration betreibt, führt auch hierzulande dazu, dass diese Unterdrückung um sich greift. Und die demographische Entwicklung spricht eine eindeutige Sprache darüber, wohin die Reise geht. (AS)























