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Skandal in Bad Wörishofen: AfD-Spitzenkandidat mit den meisten Stimmen wird eiskalt aus dem Stadtrat gekippt

Es ist einfach nur erbärmlich. Matthias Unglert, AfD-Spitzenkandidat in Bad Wörishofen, hat bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 mit 3.320 Stimmen das mit Abstand beste Ergebnis seiner Partei eingefahren – und dennoch wird ihm der Einzug in den Stadtrat verweigert.

Der Wahlausschuss hat plötzlich ein „Amtsantrittshindernis“ entdeckt: Unglert arbeitet bei der Stadt im Freibad und Eisstadion. Deshalb dürfe er kein ehrenamtliches Mandat antreten, heißt es lapidar von Wahlleiter Martin Aicher.

Bemerkenswert dabei: Die Kandidatur wurde vorher ohne jeden Einwand zugelassen. Erst nachdem die Bürger klar für Unglert gestimmt hatten, zog der Ausschuss – mehrheitlich besetzt mit Vertretern der Altparteien – diese Karte. Statt des erfolgreichsten AfD-Kandidaten rückt nun Manfred Hackspiel mit deutlich weniger Stimmen (2.715) nach. Die AfD bleibt zwar mit drei Sitzen im Stadtrat, verliert aber ihren populärsten und stärksten Mann.

Viele Bürger fragen zurecht: Hätte man dieses „Hindernis“ mit derselben Härte auch bei einem Kandidaten von CSU, Grünen oder SPD durchgezogen? Oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen, um den unliebsamen Aufstieg der AfD zu bremsen? Der Vorgang hat einen faden Beigeschmack von politischer Willkür. Ein klarer Wählerwille wird nachträglich durch eine bürokratische Formalie ausgehebelt – und das ausgerechnet bei der Partei, die vielen als einzige echte Alternative gilt.

Die AfD Memmingen-Unterallgäu kündigt zu Recht rechtliche Schritte an. Der Fall zeigt schonungslos, wie das etablierte System funktioniert: Solange man brav mitspielt, gelten die Regeln locker. Sobald eine echte Opposition Stimmen holt, werden plötzlich Hürden hochgezogen, die vorher niemanden gestört haben.

In Bad Wörishofen hat der Wähler gesprochen. Doch statt diesen Willen zu respektieren, wird er von einer politisch motivierten Verwaltungstruppe ignoriert. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf die Demokratie von unten. Der Kampf um echte politische Erneuerung endet damit nicht an der Wahlurne – er wird jetzt vor Gericht weitergeführt. Und eines ist sicher: Die Bürger, die Unglert gewählt haben, werden sich diesen Skandal merken.

(SB)

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