Immer mehr von zerstörerischen Klima- und Energiepolitik gegängelt: Deutsche Landwirtschaft (Foto: Von Subbotina Anna/Shutterstock)
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Bauern in Existenznot: Deutschlands Energiepolitik wird zur Gefahr für die Landwirtschaft

Die Landwirtschaft in Deutschland gerät immer tiefer in die Krise. Stark gestiegene Preise für Diesel und Dünger setzen die Betriebe massiv unter Druck. In Brandenburg können viele Landwirte können die Mehrkosten nicht an den Markt weitergeben, wie die „Märkische Allgemeine Zeitung” berichtet – eine existenzbedrohende Lage für konventionelle wie ökologische Höfe. Konkret liegen die Diesel-Mehrkosten bei bis zu 50 Cent pro Liter. Bei einem typischen Jahresverbrauch von rund 90.000 Litern pro Betrieb summiert sich das auf etwa 45.000 Euro zusätzliche Belastung. Gleichzeitig sind die Preise für Dünger um 30 bis 40 Prozent gestiegen. Die Frühjahrsbestellung wird damit zum finanziellen Drahtseilakt.

Diese Entwicklung beschränkt sich nicht auf Brandenburg. Bundesweit kämpfen Landwirte mit denselben Problemen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, fordert angesichts der Preisexplosion die sofortige Aussetzung der CO₂-Abgabe auf Diesel. Diese liegt derzeit bei 17 bis 18 Cent pro Liter und treibt die Kosten zusätzlich in die Höhe. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs sind die Dieselpreise um durchschnittlich 37 Cent gestiegen, Stickstoffdünger verteuerte sich innerhalb von zehn Tagen um 30 Prozent. Erzeugerpreise für Getreide, Schweinefleisch oder Milch steigen nicht mit – viele Betriebe schreiben rote Zahlen. Rukwied warnt: Hält der Druck ein bis zwei Jahre an, drohen massenhafte Hofschließungen. Die Energiepolitik der Bundesregierung verschärft die Lage. Die CO₂-Bepreisung auf Kraftstoffe und Heizmittel – Teil der Klimaschutzstrategie – belastet energieintensive Branchen wie die Landwirtschaft besonders. Düngerproduktion ist stark vom Gaspreis abhängig, Traktoren und Erntemaschinen verbrauchen riesige Mengen Diesel. Der DBV-Situationsbericht 2025/26 zeigt stagnierende Betriebsergebnisse: Die Landwirtschaft kann mit der allgemeinen Preissteigerung nicht mithalten.

Fatale Klima- und Energieschikanen

René Springer, Landesvorsitzender der AfD Brandenburg, kritisiert die Politik scharf: „Unsere Bauern stehen mit dem Rücken zur Wand – und die Politik schaut zu. Dabei braucht es gerade jetzt entschlossenes Handeln. Die CO₂-Abgabe gehört vollständig abgeschafft – nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für alle. Diese ideologische Zusatzbelastung treibt die Preise in sämtlichen Bereichen nach oben und gefährdet unseren Wirtschaftsstandort insgesamt. Gleichzeitig müssen die Energiesteuern auf das europäische Mindestmaß reduziert und die Mehrwertsteuer auf Energie auf 7 Prozent abgesenkt werden. Das Kartellamt muss außerdem sicherstellen, dass Steuerentlastungen bei den Verbrauchern ankommen und nicht durch überhöhte Preise bei den Ölkonzernen hängen bleiben. Nur so schaffen wir spürbare Entlastung für Betriebe und Bürger. Wir brauchen endlich wieder faire Wettbewerbsbedingungen und eine klare Stärkung unserer heimischen Landwirtschaft. Die AfD steht an der Seite unserer Landwirte.“

Kritiker der vollständigen Abschaffung verweisen auf das Verursacherprinzip: Die CO₂-Steuer soll Emissionen senken und langfristig Klimaschäden (Hitzewellen, Dürren) begrenzen, die gerade die Landwirtschaft treffen. Dennoch fordern Verbände gezielte Entlastungen statt pauschaler Belastungen. Ohne rasche Korrekturen der Energiepolitik riskiert Deutschland nicht nur regionale Strukturen in Brandenburg, sondern die gesamte heimische Versorgungssicherheit. Die Bauern brauchen jetzt faire Rahmenbedingungen – statt ideologischer Experimente. (TPL)

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