In Fulda demonstrierten rund 1000 Menschen – organisiert von Vereinen, Gewerkschaften und unterstützt von der Kirche – gegen die Gründung der AfD-Jugend „Generation Deutschland“. Der Vorgang zeigt, wie eng etablierte Institutionen inzwischen gegen eine aufstrebende konservative Bewegung mobilisieren.
Was sich aktuell in Fulda abspielt, zeigt exemplarisch, wie weit sich Teile der Kirche von ihrer eigentlichen Aufgabe entfernt haben. Statt geistlicher Orientierung und gesellschaftlicher Ausgleich zu sein, tritt sie immer häufiger als politischer Akteur mit klarer Schlagseite auf – und zwar gegen konservative Positionen und gegen die AfD.
Anlässlich der Gründung des hessischen Landesverbands der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ versammelten sich rund 1000 Gegendemonstranten. Organisiert wurde der Protest von „einem Bündnis aus Vereinen und Gewerkschaften“, die offen gegen die AfD mobilisierten. Und ganz vorne mit dabei: Wieder einmal die katholischen Kirche: Der Fuldaer Bischof Michael Gerber segnete im Vorfeld gezielt junge Teilnehmer dieser Anti-AfD-Veranstaltung und würdigte ausdrücklich ihren Einsatz im politischen Protest.
Damit verlässt die Kirche endgültig den Anspruch politischer Neutralität. Sie stellt sich nicht mehr über die Parteien, sondern greift aktiv in die gesellschaftliche Auseinandersetzung ein – und zwar einseitig. Während konservative und patriotische Positionen ausgegrenzt werden, erfahren linke Protestbewegungen offen Unterstützung. Der Vorgang steht sinnbildlich für eine Entwicklung, die viele Bürger längst beobachten: Teile der Kirche agieren zunehmend wie eine Vorfeldorganisation des linken politischen Spektrums. Statt Brücken zu bauen, verstärken sie gesellschaftliche Spaltung, indem sie sich demonstrativ gegen eine demokratisch legitimierte Partei positionieren.
Gerade vor dem Hintergrund wachsender Zustimmung für die AfD wirkt dieses Verhalten wie ein verzweifelter Versuch, unliebsame politische Entwicklungen moralisch zu delegitimieren. Doch solche Signale dürften eher das Gegenteil bewirken: Sie unterstreichen für viele Menschen den Eindruck, dass etablierte Institutionen – einschließlich der Kirchen – sich vom Alltag und den Sorgen breiter Bevölkerungsschichten entfernt haben.
Die Gründung der „Generation Deutschland“ zeigt zugleich, dass eine neue politische Generation heranwächst, die sich von diesem Druck nicht beeindrucken lässt. Trotz Protesten und Gegenkampagnen fand die Veranstaltung planmäßig statt – ein Hinweis darauf, dass sich politische Meinungsvielfalt in Deutschland nicht einfach unterdrücken lässt.
(SB)























