Öltanker in der Nordsee (Foto:Imago)
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Fake-Energiekrise? Vor der europäischen Küste warten vollbeladene Tanker – und können nicht entladen

Der Iran-Krieg und die angebliche Ölkrise durch die Sperre der Straße von Hormus liefern den üblichen Verdächtigen im Westen wieder eine stets willkommene Steilvorlage für Panikmache und Verzichtspredigten. Der Krieg sei die „größte Bedrohung für die weltweite Energiesicherheit aller Zeiten“, schrie Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, letzte Woche in der „Financial Times“. Es werde für einige Anlagen sechs Monate dauern, bis sie wieder betriebsbereit seien, für andere noch viel länger, orakelte er und forderte sofortige Verhaltensänderungen zur raschen Senkung des Energieverbrauchs. Vor allem der Verkehr, auf den rund 45 Prozent des Ölverbrauchs entfielen, müsse massiv reduziert werden. Birol hatte bereits einen ganzen Maßnamenkatalog parat, um der von ihm ausgerufenen Großkrise zu begegnen.

Dieser enthält mehr Homeoffice, die stärkere Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, ein um mindestens zehn Kilometer pro Stunde reduziertes Autobahn-Tempolimit, das den Kraftstoffverbrauch im Pkw- und Güterverkehr spürbar reduzieren werde, außerdem Zufahrtsbeschränkungen für Autos in Großstädten, um Staus zu verringern und den Spritverbrauch zu senken und schließlich zusätzliche Einsparungen durch Carsharing, eine effizientere Fahrweise sowie durch Verbesserungen im Güter- und Lieferverkehr und natürlich weniger Flugreisen. Man fühlt sich bereits an den Corona-Wahnsinn erinnert. Solche Agenturen, NGOs und sonstige Menschheits- und Klimaretter sind immer bereit, den Menschen Einschränkungen zuzumuten, egal wie hirnrissig und wirtschaftsschädlich ihre Forderungen sind. In Wahrheit scheint es sich auch bei der Energiekrise wieder um eines der offiziellen Lügenmärchen zu handeln. Denn die Knappheit und die Preisexplosion sind offenbar mindestens teilweise künstlich erzeugt.

Skrupellose Preistreiberei

So berichten Kapitäne von Schiffen, die Treibstoff geladen haben, dass sie seit Wochen vor der europäischen Atlantikküste ausharren müssen und nicht entladen werden dürfen – und das schon vor dem Beginn des Irankrieges. Bereits am 16. März verkündete Simon Stiell, der „Exekutivsekretär des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen in Bonn“, die neue „Krise“ sei ein „wunderbarer Moment, um den Energiewandel zu beschleunigen“. Wie sich dies praktisch auswirkt, zeigt ein Bericht eines Besatzungsmitglieds eines Biodiesel-Tankers der Reederei Trafigura: „Vor zwei Wochen in Vlaardingen verladen, Ziel Amsterdam. Zehn Tage Wartezeit auf die Entladung. Dann der Anruf: Neues Ziel, Gent, zu unseren südlichen Nachbarn. Ankunft letzten Mittwoch. Und nun stehen wir da, ohne Aufträge und ohne Entladung. So treibt man den Biodieselpreis noch weiter in die Höhe. Und wir sind nicht die Einzigen, deren Container seit fast zwei Wochen als Lager dienen“.

Der Wert sei zum Zeitpunkt des Kaufs festgelegt worden. Der Markt bestimme den endgültigen Verkaufspreis. Solange die Preise steigen, werde der Eigentümer nicht verkaufen. Sobald er einen potenziellen Käufer habe, werde die Ware entladen. Die vermeintliche Knappheit treibe den Preis in die Höhe, deshalb warte man ab. Ein anderer Branchenkenner schrieb: „Es gibt Öl im Überfluss, aber wir dürfen auf Kundenwunsch weder be- noch entladen und müssen Stillschweigen bewahren. Oder Ausreden erfinden“. Es gibt also keine Treibstoffknappheit, sondern nur eine skrupellose Preistreiberei und die üblichen Machenschaften der Klimalobby, die wieder eine Chance wittert, die Menschen mit ihrem Irrsinn in die Armut zu treiben. Das ist der ganze Hintergrund der aktuellen Mahnungen und Warnungen. (TPL)

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