So recht kann sich Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) offenbar nicht entscheiden. Nach typischer Manier macht der Scharlatan mal wieder eine Kehrtwende. Vor zweieinhalb Jahren warb er noch – “studienbasiert” – für einen veganen Lebensstil gegen Krebs und Klimawandel, doch jetzt ist Fleischkonsum nun offenbar doch nicht mehr böse, sondern im Gegenteil sogar gesund: Laut einer neuen Studie, auf die sich Lauterbach beruft, senke selbiger das Demenzrisiko bei jedem Vierten mitunter beträchtlich.
Böse Zungen wären nun sicherlich geneigt zu behaupten, dass die Erkenntnisse einer neue, brisanten Studie der hohen Inzidenz selektiver „Erinnerungslücken“ im politischen Betrieb entgegen wirken könnten. Fakt ist jedenfalls: Ein schwedisches Forscherteam hat herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und der Ausprägung von Demenz gibt. Zumindest sei dies der Fall bei Personen mit ApoE4-Allelen, die mit einem erhöhtem genetischem Risiko für derartige Erkrankungen einhergehen.
Fleischkonsum soll Demenz-Risiko senken
Dabei handelt es sich um bis zu 25 Prozent der Bevölkerung, in Nordeuropa tendenziell mehr als in Südeuropa. Für die Studie wurden 2.157 ältere Erwachsene über 60 Jahren im Großraum Stockholm ohne Demenz untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass Personen, die mehr Fleisch aßen, langsamer geistig abbauten und ein geringeres Demenzrisiko hatten. Besonders stark ausgeprägt war dieser Effekt bei den allgemeinen kognitiven Fähigkeiten und beim episodischen Langzeitgedächtnis.
Unter den Fleischarten war die positive Auswirkung auf das Gedächtnis v.a. beim Konsum unverarbeiteter roter Fleischprodukte besonders groß. Das ist auch deshalb interessant, weil dieses gemeinhin gerne als „ungesund“ tituliert wird, weil angeblich krebs- und diabetesfördernd. Noch vor drei Jahren war davon von Lauterbach nichts zu hören, da las er offenbar noch andere Studien und postete unter anderem folgenden Tweet zum Thema:

Mindestens ebenso interessant ist freilich der Umstand, dass potenzielle positive Auswirkungen im Bezug auf das Gedächtnis bei Trägern anderer Allelen-Kombinationen als ApoE 34/44 (nämlich ApoE 22, 23, 24 & 33) hingegen kaum messbar waren – und jene betreffend das krankhafte Demenzrisiko weniger ausgeprägt waren. Die Gesamtsterblichkeit wiederum war bei unverarbeitetem Fleisch aller Art auch im Querschnitt der gesamten Studienpopulation noch knapp geringer, hier wieder aufgrund der ApoE 4-Träger. Den Forschern fiel zudem auf, dass die Ergebnisse bei weiblichen Studienteilnehmern ausgeprägter ausfielen.
Überraschend ist dabei, dass ausgerechnet Ex-SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach diese Studie nun in sozialen Medien teilte. Denn Lauterbach selbst lebt seit eigenen Aussagen seit über 30 Jahren vegetarisch – und predigte diesen Lebensstil auch gerne der Bevölkerung. Dafür nutzte er gerne das Argument der „Klimarettung“ als Anlass für die Deutschen, künftig weniger Fleisch essen zu dürfen. Für Aufregung sorgte einst ein Beitrag in sozialen Medien, der suggerierte, dass Fleischesser quasi „Umweltschweine“ seien. Lauterbach empfahl den Bürgern damals, vegan zu leben und sich per Fahrrad statt Auto fortzubewegen (siehe hier).
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Dieser Beitrag erschien zuerst auf „Der Status„























