Nachdem der Corona-Staat ihn bis aufs Blut schikaniert, seinen Ruf ruiniert, ihm fast ein Jahr seines Lebens durch unbegründete Untersuchungshaft gestohlen und ihm auch noch einen Marathon-Prozess wegen angeblich millionenfacher Veruntreuung von Spendengeldern zugemutet hat, wovon am Ende 19,53 Euro (!) übrigblieben, hat auch Querdenken-Gründer Michael Ballweg diesem völlig kaputten Land den Rücken gekehrt. Derzeit hält er sich in El Salvador auf und sieht keinen Grund, in absehbarer Zeit -wenn überhaupt- nach Deutschland zurückzukehren. „Ich habe inzwischen verstanden, dass es das Allereinfachste ist, einfach alles loszulassen“, sagte er im Interview mit dem Youtube-Kanal Bitcoin-Hotel. Nach der U-Haft und dem Gerichtsprozess habe er vor der Frage gestanden, wo er noch mal neu anfängt. Das in Deutschland zu tun, fühle sich in dieser Zeit „einfach so falsch an. Weil die politischen Rahmenbedingungen, die Grundrechte, die immer weiter eingeschränkt werden, und das Rechtssystem einfach nicht stimmen“.
Es sei ein riesiges Problem, dass sich in Deutschland niemand traue, öffentlich Kritik zu äußern. Besonders von Mittelständlern sei er enttäuscht: „Ich finde es schade, dass sich die Unternehmen einfach zurückziehen und sich nicht dagegen wehren, wie sie vom Staat gegängelt werden. Jeder denkt: Ich bin abhängig vom System, wenn ich jetzt was sage, ist vielleicht meine Altersvorsorge weg“, so Ballweg weiter: Da sei eine Angst im Raum. Und man sehe es ja auch tatsächlich. Professoren, denen ihre Titel genommen würden, Ärzte, bei denen plötzlich die Approbation weg sei. Trotzdem wäre es wichtig, „die Fakten auf den Tisch zu legen, mal auf den Tisch zu hauen“.
Stornierter Rückflug
Eigentlich habe er im Mai nach Deutschland zurückkehren wollen, den Rückflug aber storniert. Auch wegen der Ölkrise sieht er „ganz schwierige Zeiten auf Deutschland zukommen“. Derzeit plage ihn das gleiche Gefühl wie 2020. In Europa sei es noch relativ ruhig, in Australien seien aber schon die ersten Tankstellen zugemacht worden, in asiatischen Ländern würden bereits Lockdown-Maßnahmen eingeführt. Auf einen zweiten Lockdown habe er keine Lust, so Ballweg. Auch in Deutschland würden „die gleichen Verdächtigen wie damals“ bereits nach Energielockdowns rufen. In El Salvador spüre man Aufbruchstimmung, in Deutschland „Abrissstimmung“. Er sehe nicht, dass viele Menschen bereit seien, zu demonstrieren. Im letzten Jahr habe er noch eine Demo gegen Polizeigewalt organisiert, zu der nur 200 Leute gekommen seien.
Ballwegs resignatives Fazit bringt die trostlose Situation auf den Punkt. Die große Mehrheit der Deutschen beschränkt sich allenfalls aufs Meckern und Klagen, lässt es sich ansonsten aber passiv gefallen, wie die herrschende Kaste sie systematisch ruiniert. Man wählt immer noch brav die Parteien, die für das Desaster verantwortlich sind, kämpft wacker gegen die imaginäre „rechte Gefahr“ und tut so, als sei alles in Ordnung. Das böse Erwachen kommt jedoch bestimmt, und dann kann man jeden, der sich, wie Ballweg, noch rechtzeitig ins Ausland abgesetzt hat, nur umso mehr beneiden. (TPL)























