Dass wir das noch erleben dürfen: Der Lügenkanzler Friedrich Merz hat offenbar irgendwo in der heimischen Abstellkammer im Sauerland sein verloren geglaubtes Rückgrat wiedergefunden – und zieht endlich Konsequenzen: Mit Wirkung zum 1. April legt Merz alle Ämter nieder, erklärt das Kanzleramt für erledigt und gibt gleichzeitig sein Parteibuch ab. Das ist aber nicht alles: Merz stellte gleichzeitig einen Aufnahmeantrag in der AfD. Als Begründung meinte er: „Ich habe eingesehen, dass die CDU nur noch ohne mich eine Chance hat. Die Brandmauer war ein schwerer strategischer Fehler, der uns unsere Glaubwürdigkeit und das Vertrauen vieler Bürger gekostet hat. Ich mache den Weg für einen Neuanfang der Union frei”, so Merz.
Konfrontiert mit der Frage, wie er seiner eigenen Partei und seinen sozialdemokratischen Partnern so in den Rücken fallen könne, erklärte Merz: „Mit Verlaub, Sie kennen mich jetzt doch schon einige Jahre und wissen, dass ich ein pathologischer Lügner bin. Wieso sollte ich ausgerechnet mein Bekenntnis zur CDU und meiner Ablehnung der AfD ernstgemeint haben? So naiv können Sie wohl nicht gewesen sein!” Merz entschuldigte sich außerdem bei allen Bürgern für seine Wahlkampflügen. Er sprach jedoch zugleich die Warnung aus, dass er auch künftig nicht die Wahrheit sagen werde: „Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit, an dieser lebenslangen Gewohnheit irgendetwas zu ändern! Das mag für den einen oder anderen jetzz überraschend oder bedauerlich sein, aber Sie können bei mir stets sicher sein, dass ich immer das genaue Gegenteil dessen tun werde, was ich erzähle”.
„Hätte auch die eigene Großmutter verkauft!”
Er habe von Beginn seiner Kanzlerschaft an natürlich gewusst, so Merz, dass er die Wahlkampfversprechen niemals würde mit der SPD umsetzen können – aber es sei ihm persönlich nun einmal am wichtigsten gewesen, sich seinen Lebenstraum Kanzler zu erfüllen. Er arbeite seit 18 Jahren seine persönliche Craigslist ab; das Ziel, Millionär zu werden, habe er dank BlackRock erreicht, für den CDU-Vorsitz habe er zwar mehrere Anläufe gebraucht – aber am wichtigsten sei das Ziel gewesen, Kanzler um jeden Preis zu werden. “Dafür hätte ich selbstverständlich auch meine eigene Großmutter verkauft”, so Merz. Ihm sei es völlig egal, mit welcher Partei er dieses Ziel erreiche, vorausgesetzt, sie sei möglichst weit linksaußen gewesen.
Die AfD-Führung will über Merz‘ Aufnahmeantrag zeitnah beraten. Vorsitzende Alice Weidel meinte dazu: „Wir haben in unserer Partei keine Berührungsängste. Merz wäre der ideale Schriftführer auf dem nächsten Bundesparteitag.” Über seinen überraschenden heutigen Rücktritt hatte Merz zuvor offenbar niemanden informiert – selbst der Koalitionspartner SPD war überrascht. Lars Klingbeil wurde gestern Abend auf dem Berliner Antifa-Stammtisch kalt von der Nachricht überrumpelt. Wie es nun weitergeht, ist unklar. Ob es Neuwahlen gibt oder ob die CDU einen anderen Kanzlerkandidaten aus ihren Reihen aufstellt, soll in einer Klausur heute nachmittag entschieden werden. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten Roderich Kiesewetter und Jens Spahn.























