Flugzeuge bleiben imme öfter am Boden mangels Kerosin (Symbolbild)
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Treibstoffmangel droht europäischen Flugverkehr lahmzulegen – Hauptsache, gut für die “Klimaziele”

Der Iran-Krieg legt die Schwächen der deutschen und europäischen Energieversorgung in ihrer ganzen Dramatik offen. Als Reaktion auf den Engpass bei Kerosinlieferungen hat die erste britische Aurigny-Fluglinie am Donnerstag den Verkehr zwischen der Insel Guernsey und London von Mitte April bis Juni reduziert. Abflüge von den Flughäfen Bristol und Exeter wurden zusammengelegt. Die Maßnahme sei „proaktiv um dem Einfluss der globalen Instabilität gerecht zu werden“. Für neue Flugbuchungen verlangt Aurigny zudem eine „temporäre Kerosin-Anpassungs-Gebühr“ von zwei Pfund. Am morgigen Samstag wird das letzte mit Kerosin beladene Schiff mit Kerosin aus Saudi-Arabien in Großbritannien anlegen. Auch die Lufthansa prüft derzeit eine Reduzierung des Angebots um 2,5 Prozent. Ihr US-Partner United Airlines will sein Netz ebenfalls reduzieren, die Scandinavian Airlines (SAS) beispielsweise haben ihren Flugplan für April bereits um rund 1.000 Verbindungen gekürzt.

Die europäischen Jet-Fuel-Importe sind in den letzten Wochen von rund 600.000 Tonnen pro Woche auf etwa 250.000 Tonnen gefallen. Zugleich stieg der Kerosin-Preis in Nordwesteuropa auf 1.600 bis 1.700 Dollar pro Tonne verteuert, ca. doppelt so viel wie vor dem Iran-Krieg. Von der britischen und deutschen Regierung kommen Verharmlosungen und Beschwichtigungen. Brancheninsider warnen jedoch vor weiteren Engpässen und steigenden Preisen. Jens Bischof, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaf, spricht von der „größten Disruption seit Corona“. Etwa 40 Prozent des europäischen Kerosins hängen an der Route durch die Straße von Hormus. Da diese blockiert ist, ist ein weltweiter Preiskrieg im Gange. Jeder versucht den anderen zu übertrumpfen.

Deutschland wegen Klima-Mania besonders betroffen

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Airlines die erhöhten Kosten in Form von stark erhöhten Ticketpreisen an die Kunden weitergeben. Viele werden sich dies angesichts der ohnehin gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht leisten können. Und natürlich ist Deutschland wieder besonders davon betroffen. Kerosin ist zwar von der Mineralölsteuer befreit, Deutschland erhebt aber mehrere Zusatzabgaben, etwa eine Luftverkehrsteuer auf jeden Abflug, die im Mai 2024 von der damaligen Ampel-Regierung auf 15,53 Euro pro Passagier für innereuropäische Flüge und 70,83 Euro für Langstrecken erhöht wurde. Dies zählt zu den höchsten Sätzen in Europa. Hinzu kommt die völlig irrsinnige CO2-Bepreisung im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS), das wiederum auf den Klimawahn zurückgeht. In diesem Jahr sollen die bislang teilweise kostenlosen Zuteilungen schrittweise abgeschafft werden, wodurch sämtliche Emissionsrechte vollständig am Markt erworben werden müssen.

Dies wird zu einer weiteren Kostenexplosion führen. Die blindwütige Trennung Europas von russischem Öl rächt sich nun ein weiteres Mal. Russland profitiert von der Ölkrise, Europa hat seine Optionen völlig unnötigerweise eingeschränkt, die Bürger werden dadurch erneut schwer belastet – und Deutschland, wo die Energiepreise durch den wahnwitzigen Atomausstieg ohnehin bereits nach oben gejagt wurden, agiert auch jetzt wieder im völligen Blindflug und ist auf das derzeitige Krisenszenario überhaupt nicht vorbereitet, wie schon bei den dramatisch leeren Gasspeichern. Eine völlig kopflose Politik von verantwortungslosen Dilettanten und Hasardeuren stürzt das Land von einer Krise in die nächste, und angesichts des erbärmlichen Personals gibt es nichts, was Hoffnung auf Besserung macht. (TPL)

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