Katastrophale ökologische Folgen: Offshore-Windkraftanlagen (Foto:Imago)
[html5_ad]

Grüne Schwärmereien zur Küstenverschandelung: Weniger Windräder sollen 50 Milliarden Euro sparen – ohne Stromverlust

Zwar wird die Nordsee ganz im Sinne der grünen Energiewende-Ideologen bereits als „grünes Kraftwerk Europas“ genutzt, aber aus Sicht der „Nachhaltigkeit“-Fanatiker noch immer viel zu ineffizient. Da jedoch bereits in vielen Nordsee-Anrainerstaaten nationale Ausbaupläne dazu führten, dass zu viele Windräder zu dicht stehen, droht nicht nur die Akzeptanz der Öffentlichkeit und seitens von echten Natur- und Umweltschützern zu schwinden, es kommt auch zum sogenannten Wake-Effekt: Die vorderen Turbinen verwirbeln den Wind, sodass die nachfolgenden Anlagen deutlich weniger Strom erzeugen. Bevor die Idee einer umfassenden Erschließung ganzer Wattmeere und Küstengebiete am Ende noch der Vernunft zum Opfer fallen könnte und als weiteres Argument für die überfällige Rückkehr zur sauberen Kernenergie herhalten könnte, bietet die Energiewendelobby nun Wissenschaftler und Experten auf, die die scheinbare Lösung verheißen. So erklärt Tim Meyerjürgens, Ingenieur und Chef von Tennet Germany, in einem “n-tv”-Podcast mit dem bezeichnenden Titel „Das Klima-Labor“, dass nicht etwa das Grundziel der “Verspargelung” mit Windkraft, sondern deren derzeitige unzureichende Anordnung und Allokation das Problem sei.

Seine Lösung: dass eine europaweite Koordination und eine Ausrichtung auf Energieziele (erzeugte Strommenge in TWh) statt reiner Kapazitätsziele (installierte GW). Dies könne “enorme Vorteile” bringen. Als Beispiel verweist er auf Deutschland, das derzeit 70 GW Offshore-Wind in der Nordsee plant – und zwar in dichter Bebauung, die den Ertrag pro Turbine stark mindert. Bei “optimaler Planung”, so Meyerjürgens, könnten aber deutlich weniger Windräder dieselbe oder sogar mehr Strommenge liefern. Er rechnet mit Einsparungen von 40 bis 50 Milliarden Euro bei Bau und Netzanschlüssen, ohne dass die erzeugte Strommenge sinkt. Eine einzelne Turbine in der Nordsee könnte statt nur 2500 Volllaststunden pro Jahr (bei dichter Bebauung) wieder bis zu 4500 Stunden laufen.Zusätzlich würde eine stärkere europäische Vernetzung der Windparks über grenzüberschreitende Leitungen die Versorgungssicherheit massiv verbessern.

Wss‘ Brot ich ess…

Sturmfronten ziehen typischerweise von West nach Ost über die Nordsee. Durch Leitungen nach Großbritannien, Dänemark oder in andere Länder könnte man Strom dort erzeugen, wo gerade Wind weht, und ihn dorthin transportieren, wo er gerade gebraucht wird. Dadurch ließen sich die Volllaststunden weiter auf bis zu 8000 Stunden pro Jahr steigern – also eine nahezu durchgängige Verfügbarkeit von Offshore-Strom, schwärmt der Experte.

Natürlich gilt auch hier “wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing” – denn Meyerjürgens ist kein neutraler Fachmann. Sein Arbeitgeber Tennet hat in den vergangenen 15 Jahren bereits 10 GW Offshore-Windanlagen angeschlossen, europaweit sind bis 2050 300 GW geplant, davon 100 GW mit grenzüberschreitenden Verbindungen. Bevor Tennet und andere Profiteure des grünen Wahns als am Ende das Scheiten ihrer goldenen Gans Windkraftenergie riskieren, versuchen sie es den Skeptikern und Gegnern dieser hochsubventionierten, risikobehafteten und in Wahrheit alles andere als nachhaltigen Erzeugungsform schmackhaft zu machen, indem sie nicht das Ob, sondern das Wie in Frage stellen. Meyerjürgens plädiert dafür, endlich von nationalem Denken abzurücken und die Nordsee als “gemeinsames europäisches Projekt effizienter zu nutzen”. Das spare nicht nur Geld, sondern mache die “Energiewende” auch resilienter und kostengünstiger. Die wahre und einzige Antwort auf all das bleibt jedoch immer dieselbe: Diese Energiewende ist ein großer Schwindel, die Industrie und Wohlstand vernichtet und als Haupt- oder gar Alleinziel der Energieversorgung zum Untergang verdammt ist. (TPL)

1550bbe650604bbfb6f580874e664505
image_printGerne ausdrucken

Themen