Die spanische Regierung unter dem (ansonsten hochgradig umstrittenen, hier jedoch ausnahmsweise pragmatisch agierenden) sozialistischen Ministerpräsident Pedro Sánchez hat bereits am 20. März 2026 in einer außerordentlichen Ministerratssitzung ein umfangreiches Entlastungspaket beschlossen, um die Folgen des anhaltenden Iran-Kriegs für Verbraucher und Wirtschaft abzufedern. Da der Konflikt im Nahen Osten natürlich auch in Spanien zu stark steigenden Energie- und Kraftstoffpreisen führte, ähnlich wie beim Ukraine-Krieg, wurde diesmal rasch reagiert. Ganz im Gegensatz natürlich zu Deutschland, wo außer der Idiotie einer 12-Uhr-Preiserhöhung, die für einen täglichen “High Noon” an den Tankstellen sorgt und selbstverständlich zu noch extremeren Preissprüngen sorgt als vorher (ein Hoch auf die dümmste Politik des Planeten!)
Das spanische Aktionspaket umfasst rund 80 Maßnahmen im Volumen von etwa fünf Milliarden Euro und trat größtenteils unmittelbar in Kraft, komplett mit Wirkung zum 1. April. Kernstück ist die Senkung der Mehrwertsteuer (IVA) auf Benzin, Diesel, Erdgas und Strom von 21 auf 10 Prozent. Dadurch sanken die Preise spürbar – eine Tankfüllung für ein durchschnittliches Auto wird um bis zu 20 Euro günstiger. Zusätzlich wird die Stromerzeugungssteuer (7 Prozent, von Unternehmen getragen) vorübergehend abgeschafft und die Sondersteuer auf Strom (bisher 5,11 Prozent, von den Verbrauchern zu zahlen!) deutlich gesenkt auf teilweise nur noch 0,5 Prozent.
In Deutschland kann man von so etwas nur träumen
Insgesamt gehen die Stromkosten für Haushalte derzeit um bis zu 60 Prozent zurück (!). Vor allem aber für den Verkehr sind massive unbürokratische Erleichterungen drin: Um dem Anstieg der Kraftstoffpreise entgegenzuwirken, wird die Regierung neben der Mehrwertsteuer auch den Verbrauchsteuersatz für Kohlenwasserstoffe senken, der derzeit bei 0,379 Euro pro Liter Diesel und 0,47269 Euro pro Liter Benzin liegt. Der frühere pauschale Rabatt von 20 Cent pro Liter (aus der Ukraine-Krise) wird endgültig gestrichen, da er verzerrende Effekte hatte. Stattdessen gibt es zielgerichtete Hilfen: Transportunternehmen erhalten einen Rabatt von 20 Cent pro Liter Diesel auf die Mineralölsteuer (bei Rückerstattungsberechtigung), Landwirtschaft und Fischerei profitieren von einer Beihilfe von 20 Cent pro Liter Diesel. Für andere Transportunternehmen ist eine außerordentliche, befristete Beihilfe pro Fahrzeug vorgesehen.
Die Folge: Gestern konnte man auf Mallorca Super-Benzin für unter 1,40 EUR pro Liter tanken; der effektive Preisanstieg lag damit bei nur noch 12 Cent mehr als vor 7 Wochen. Solche Maßnahmen wünscht man sich auch in Deutschland – doch hier ist an eine bürger- und wirtschaftsfreundliche Politik natürlich nicht zu denken. (TPL)























