Nach Kraftstoffen und Gas explodieren jetzt auch die Strompreise – und die Merz-Regierung schaut tatenlos zu.
Am 31. März 2026 wurden an der Strombörse EEX Mai-Kontrakte für Deutschland mit 86,80 Euro pro Megawattstunde gehandelt. In Frankreich? Lächerliche 22,06 Euro. Fast viermal teurer. Ein Rekordabstand, der nicht vom Himmel fällt, sondern das bittere Ergebnis jahrelanger ideologischer Verblendung ist – und die aktuelle Bundesregierung unter Friedrich Merz hat nichts, aber auch gar nichts dagegen unternommen.
Der aktuelle Preisschock wird durch die geopolitische Lage im Nahen Osten ausgelöst, die Gas wieder verteuert. Doch das ist nur der Brandbeschleuniger. Der eigentliche Sprengsatz liegt im deutschen Stromsystem selbst: Seit dem verheerenden Atomausstieg 2023 fehlt jede stabile Grundlast. Wind und Sonne liefern bei Flaute nichts – und genau dann müssen teure Gas- und Kohlekraftwerke einspringen. Die Merz-Regierung, die mit großen Sprüchen von „Wirtschaftswende“ und bezahlbarem Strom angetreten war, hat diese Struktur nicht angerührt. Stattdessen gibt es nur warmen Dampf: 10 Milliarden Euro „Entlastung“ für 2026, die pro Haushalt gerade mal 160 Euro ausmachen sollen. Ein Hohn angesichts von Strompreisen, die für Neukunden bereits bei 27 bis 28 Cent pro Kilowattstunde liegen und weiter steigen.
Während Frankreich mit Kernkraft eine verlässliche, günstige Basis schafft, klammert sich die schwarz-rote Koalition weiter an das grüne Dogma der Energiewende. Merz redet von Aufschwung, doch in Wahrheit setzt er die Deindustrialisierung der Ampel fort. Unternehmen fliehen ins Ausland, weil sie hier keine kalkulierbaren Energiekosten mehr haben. Der Mittelstand verblutet, Haushalte schrauben an der Heizung. Und was macht die Regierung? Sie erwägt, stillgelegte Kohlekraftwerke reaktivieren zu lassen – ein peinliches Eingeständnis des totalen Scheiterns, das sie selbst mitverursacht hat.
Statt mutig Kernkraftwerke wieder hochzufahren oder neue zu bauen, subventioniert Merz mit Steuergeld, was die eigene Politik kaputt gemacht hat. Die Strompreis-Explosion ist kein unverschuldetes Unglück. Sie ist das logische Resultat einer Regierung, die Versprechen bricht und den Industriestandort systematisch demontiert. Merz hatte die Chance zum radikalen Kurswechsel. Er hat sie verpasst. Jetzt bezahlen die Deutschen den Preis – mit voller Wucht.
(SB)























