Zurück zur sauberen und effizienten Kernkraft! (Stefan_Sutka/Shutterstock)
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Während die Bundesregierung an der Kernkraft-Sabotage festhält: AfD will in Sachsen Kernforschung fördern

Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert die Staatsregierung auf, sich ausdrücklich zur Forschung und Entwicklung in der gesamten Nukleartechnologie im Freistaat zu bekennen. In ihrem Antrag „Raus aus dem Dornröschenschlaf – Sachsens Expertise in der Kernforschung stärken“ verlangt sie nicht nur den Erhalt, sondern den gezielten Ausbau der kerntechnischen Kompetenz. Jan-Oliver Zwerg, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt: „Forschung und Entwicklung werden im Zusammenhang mit der friedlichen Nutzung von Kernenergie weltweit vorangetrieben. Auch in unseren Nachbarländern befinden sich neue Kernreaktoren im Bau oder in der Planung. Kleine modulare Systeme sind nicht mehr nur Ideen auf dem Papier – sie sind fester Bestandteil zukünftiger Kernenergienutzung.”

Und weiter: “Kernforschung sichert dem Freistaat Sachsen technologische Souveränität, innovationsgetriebene Standortentwicklung und internationale Sichtbarkeit.“ Tatsächlich treiben Länder wie Polen – mit dem Bau dreier Reaktoren an der Ostseeküste bis 2033 –, Tschechien, das weitere Blöcke plant, sowie Frankreich, die Niederlande und Großbritannien den Ausbau der Kernenergie und insbesondere Small Modular Reactors (SMR) voran. In Deutschland droht hingegen nach dem Atomausstieg 2023 die kerntechnische Expertise zu erodieren. Wenn schon die schizophrene Regierung unter Merz, der einerseits den Ausstieg für ein Fehler erklärt, andererseits aber daran festhält, diesen Irrweg weitergeht, sollen wenigstens geeignete und zukunftsorientierte Länder etwas unternehmen.

Sachsen mit langer Tradition

Gerade Sachsen verfügt diesbezüglich über eine lange Tradition: Das ehemalige Zentralinstitut für Kernforschung in Rossendorf (heute Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf) und der moderne Ausbildungsreaktor AKR-2 an der TU Dresden, der als modernster seiner Art in Deutschland gilt, dienen der Ausbildung in Reaktorphysik, Strahlenschutz und nuklearer Messtechnik. Der AKR-2 ist zentral für Lehre, Forschung und Wissenstransfer.

Konkret fordert die AfD eine stärkere Förderung von Hochschul- und Forschungseinrichtungen, den Ausbau von Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Ausbildungsberufen, die Sicherung und Erweiterung von Anlagen wie dem AKR-2, die Prüfung eines Forschungsreaktors für die Produktion von Radiopharmaka (Isotope für Krebsdiagnostik und -therapie) und die Unterstützung sächsischer Wissenschaftler, Gründer und Unternehmen bei der internationalen Sichtbarkeit ihrer Kompetenz in sicheren Reaktorkonzepten und Abfallreduktion. Die Begründung ihres  Antrags verweist auf den Masterplan Energieforschung Sachsens, der themenoffene Forschung betont, jedoch die Nukleartechnologie bisher zu eng fasst. Sachsen könnte mit seiner Ingenieur- und Naturwissenschaftsstruktur sowie bestehenden Unternehmen in der Radiopharmazie zum europäischen Leuchtturm werden – vorausgesetzt, Politik setzt auf Investitionen statt ideologische Grenzen.Kritiker sehen in dem Vorstoß einen Versuch, den Atomausstieg zu unterlaufen. Befürworter argumentieren: Ohne aktive Kernforschung verliert Deutschland nicht nur Souveränität, sondern auch Chancen in Medizin, Technik und klimaneutraler Energie. Der Landtag wird den Antrag nun beraten. Ob die Staatsregierung folgt, bleibt offen – die Debatte um Sachsens Rolle in der Nukleartechnologie ist neu entfacht. (TPL)

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