Irrer geht’s nicht: Deutsche Botschaft in Washington jubelt über Industrieflucht von Siemens in die USA
Eine öffentliche Erklärung der deutschen Botschaft in den USA von vergangener Woche macht einmal mehr den beispiellosen Wahnsinn deutlich, der Deutschland erfasst hat. Die deutsche Auslandsvertretung jubelte ernsthaft darüber, dass der Siemens-Konzern in North Carolina hunderte Millionen Euro investiert und neue Arbeitsplätze schafft – während er in Deutschland aus begreiflichen, rein politisch verursachten Gründen nicht nur seine Investitionen immer weiter zurückfährt, sondern Jobs abbaut. Profiteur der deutschen Zerstörungspolitik sind wieder einmal die USA – wo ironischerweise der Haupturheber der Klima-Deindustrialisierung Robert Habeck als Gastdozent an der University Berkeley ebenso sein neues Wirkungsumfeld gefunden hat wie die meisten der linken Klima-NGOs samt Spindoctors, auf die diese sozialistische Vernichtungsideologie zurückgeht, und wohin nun auch die leidtragenden Unternehmen mit deutscher Spitzentechnologie fliehen. Amerika fungiert also als Heimstatt der Täter und Opfer der Klima-Ideologie gleichermaßen.
Und was macht die diplomatische Auslandsvertretung der deutschen Bundesregierung, welche dieses volkswirtschaftliche Seppuku zu verantworten hat? Die freut sich darüber Löcher in den Bauch: „Der heutige Tag markiert einen konkreten Meilenstein in der deutsch-amerikanischen Wirtschaftspartnerschaft! Das neue Zentrum für Schienenfahrzeugfertigung und -wartung von Siemens Mobility in Lexington, North Carolina, ist offiziell eröffnet. Projekte wie dieses verdeutlichen, warum die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen von Bedeutung sind: 220 Millionen US-Dollar Investition in die amerikanische Infrastruktur, mehr als 500 qualifizierte Arbeitsplätze für lokale Arbeitskräfte bis zum Jahr 2028 sowie gestärkte Lieferketten, die Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks zugutekommen. Der Verkehrsreferent unserer Botschaft nahm an der heutigen Eröffnungsfeier teil. Starke Wirtschaftspartnerschaften machen nicht nur auf dem Papier eine gute Figur – sie schaffen Produktionsstätten, eröffnen berufliche Perspektiven und stärken die lokalen Gemeinschaften“, so die deutsche Botschaft.
Exil oder Exitus
Kein Wort davon, dass unter normalen Umständen – also bei einer nicht aufgrund politischer Wahnvorstellungen sabotierten oder künstlich verteuerten Energieproduktion, und ohne die wirtschafts- und standortfeindlichste Politik aller Zeiten – die 220 Millionen US-Dollar, die Siemens in den USA nun für die Schienenfahrzeugfertigung und -wartung aufwendet, natürlich in Deutschland investiert worden wären; ganz zu schweigen von den Arbeitsplätzen. Hier wird also nichts anderes gefeiert als die Flucht eines deutschen Spitzenkonzerns mit Weltgeltung aus dem eigenen Land. Und die stellt kein Einzelfall dar, im Gegenteil: Wie zahllose andere Konzerne sieht Siemens wegen der hausgemachten Energiekrise keinerlei Zukunftsperspektive mehr im abgewirtschafteten Post-Merkel-Deutschland. Automobilindustrie, chemische Industrie und Fertigungstechnik sind schon weg oder sitzen auf gepackten Koffern, jetzt verpissen sich auch Schienen- und Verkehrstechnik, und der Rest wird folgen – denn für immer mehr Unternehmen lautet die Gretchenfrage: Exil oder Exitus. Und wer – anders als die Big Player – nicht die Ressourcen und Möglichkeiten zur Verlagerung ins Ausland hat, der tritt eben den Bußgang zur Jenseitskapelle St. Insolventia voll der Gnaden beim nächsten Amtsgericht an.
In garantiert keinem Land dieser Erde wäre es auch nur im Traum vorstellbar, dass dem wirtschaftlichem Untergang der eigenen Heimat durch verbeamtete Apparatschiks des dafür verantwortlichen Staates auch noch öffentlich applaudiert – oder wie Nero, mit der Klampfe im Angesicht des brennenden Rom rhapsodierend – auf Social Media gehuldigt wird. Dies ist kein Zynismus, sondern nackte Realitätsblindheit und der Ausfluss des politisch verordneten Zwangs, die Dinge gefälligst positiv zu sehen, weil alles andere ja defätistisch und Wasser auf die Mühlen von irgendwas wäre usw. usf.. Nicht nur in den USA lachen sie sich schlapp. (DM)