Skandalsender RBB (Bild: shutterstock.com/gallofilm)
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Kein Neuanfang beim Skandalsender RBB, dafür noch mehr linker Filz: Bruder von SPD-Heil soll Chefredakteur werden

Der skandalumwitterte Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), eine der umstrittensten ARD-Sendeanstalten, steht vor einer weiteren hochproblematischen Personalentscheidung: Nach dem schwerwiegenden Gelbhaar-Skandal mit massiver Falschberichterstattung des RBB, der im Frühjahr 2025 zu Rücktritten in der Führungsebene führte, soll nun Georg Heil die Chefredaktion übernehmen. Der langjährige ARD-Journalist war zuletzt Redaktionsleiter des Politmagazins „Kontraste“. Die Ernennung wurde vom Verwaltungsrat bereits Anfang April 2026 gebilligt, die offizielle Bekanntgabe verzögert sich jedoch.

Der Gelbhaar-Skandal hatte den Sender tief erschüttert. Ende 2024 veröffentlichte der RBB einen Beitrag mit Vorwürfen sexueller Belästigung gegen den damaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar. Die zentrale Zeugin erwies sich als erfunden, die Recherche wies schwere Mängel auf. Gelbhaar verlor sein Mandat, der Sender musste den Bericht zurückziehen und eine außergerichtliche Einigung schließen. Als Konsequenz traten Programmdirektorin und Chefredakteur David Biesinger zurück – der Posten war seit über einem Jahr vakant. Eine externe Untersuchungskommission attestierte „schwere Versäumnisse“.

Erwünschte linke Journalistenvita

Georg Heil bringt eine für Staatsfunk-Kriterien “beeindruckende” journalistische Vita mit Garantie zur unbedingten Systemverträglichkeit und politischen Zuverlässigkeit im tiefen Linksstaat mit mit: Er startete beim WDR-Politmagazin „Monitor“, arbeitete für Spiegel TV und im “Rechercheverbund” von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung”. Seit 2021 leitete er „Kontraste“. Kurzum: Linke Propaganda hat er von der Pike auf gelernt. Da ist es natürlich reiner Zufall, dass Heil der leibliche Bruder des ehemaligen SPD-Bundesarbeitsministers Hubertus Heil ist. Diese Art von Filz ist für die SPD natürlich seit jeher kein Problem, auch wenn sie sich über konstruierte “Vetternwirtschaft”-Vorwürfe wegen der (legalen!) Beschäftigung von Angehörigen bei der AfD am lautesten empört. Im Fall Heil sprechen Medienberichte zu Recht von „Familienbanden“ und werfen die (wohl eher rhetorische) Frage auf, ob der RBB erneut auf staatsnahe Netzwerke setzt.

Besonders scharf kritisiert die AfD Brandenburg die Personalie. Landesvorsitzender René Springer erklärte: „Der RBB macht weiter wie bisher. Mit Georg Heil übernimmt ein Vertreter des staatsnahen Haltungsjournalismus die Chefredaktion – inklusive SPD-Familienanschluss. Statt ostdeutscher Perspektiven setzt man erneut auf westdeutsche Prägung. Die Erfahrungen, Erwartungen und die Mentalität der Brandenburger bleiben mal wieder außen vor. Nach den vielen Skandalen der Vergangenheit wäre ein echter Neuanfang nötig gewesen. Doch der bleibt mal wieder aus. Mit der AfD wird dieser Rundfunk grundlegend verändert – im Interesse der Bürger, nicht der Politik.“ Der Vorwurf trifft einen wunden Punkt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland: Seit der Schlesinger-Affäre 2022 kämpft der RBB mit Glaubwürdigkeitsverlusten, hohen Gebühren und dem Vorwurf, zu sehr westdeutsch geprägt und politiknah zu sein. Ob Heil mit seiner investigativen Erfahrung tatsächlich für einen Neuanfang steht oder nur die Kontinuität sichert, wird sich zeigen. Vorerst bleibt die Ernennung ein Signal: Der RBB setzt auf Bewährtes – und riskiert damit, alte Gräben zu vertiefen. (TPL)

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