Merz im freien Fall (Foto:ScreenshotYoutube)
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Merz in maximaler Umfragekrise

Neue Umfrage-Klatsche für Bundeskanzler Friedrich Merz: Die Unzufriedenheit erreicht einen neuen Höchststand – ein deutliches Alarmzeichen für seine Amtsbilanz. Während die AfD daraus politisches Kapital schlagen könnte, geraten Freie Demokratische Partei und Bündnis Sahra Wagenknecht immer stärker ins Umfrage-Abseits.

Der jüngste RTL/ntv-Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa zeichnet ein vernichtendes Bild: Nur noch rund 20 % der Deutschen sind mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden, während 78 % Unzufriedenheit äußern – der höchste gemessene Wert seit Amtsantritt. Selbst im eigenen politischen Lager schrumpft der Rückhalt: Bei Anhängern von CDU/CSU ist die Zustimmung deutlich gesunken. Nur noch 57 Prozent stehen hinter ihm, 42 Prozent sind jedoch unzufrieden. Am unbeliebtesten ist der Sauerländer bei AfD-Wählern und Linken (96 Prozent unzufrieden), dann folgen Grünen-Anhänger (87 Prozent) und schließlich die Sozialdemokraten (71 Prozent).

📊 Trend der Zufriedenheit mit Kanzler Merz (RTL/Forsa)
(Grafik – Zufriedenheit vs. Unzufriedenheit, April 2026)

Zufriedenheit ███░░░░░░░░░░ 20%
Unzufriedenheit ███████████░░ 78%

(Quelle: RTL/ntv-Trendbarometer, Forsa, April 2026)

Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die große Mehrheit der Bevölkerung bewertet Merz’ Amtsführung negativ – und zwar in einem Maße, das in der jüngeren politischen Geschichte ungewöhnlich ist. Die Unzufriedenheit liegt nicht nur bei politischen Gegnern, sondern quer durch große Teile der Bevölkerung.

Was ist passiert? Anstelle der versprochenen klaren Antworten auf drängende Fragen – von wirtschaftlicher Stabilität über Energiepreise bis zur inneren Sicherheit – erleben viele Beobachter eine Politik der halben Schritte, der Ausweichmanöver und der halbherzigen Kompromisse. Der Eindruck, im Wahlkampf große Worte geführt zu haben, die im Regierungsalltag nicht eingehalten werden, nagt am Vertrauen.

Dieser Vertrauensverlust wirkt sich auch auf die Parteiendemokratie aus: In der aktuellen Sonntagsfrage liegen CDU/CSU und die Alternative für Deutschland gleichauf, was die Erosion des politischen Mittelfelds und die Unzufriedenheit mit dem Regierungskurs verdeutlicht.

Kritiker sehen darin nicht nur eine Momentaufnahme, sondern ein strukturelles Problem: Wenn politische Führung ihre Versprechen nicht hält, wird Politik zur leeren Rhetorik. Für viele Bürger ist Merz’ Kanzlerschaft bislang ein Musterbeispiel dafür, wie groß die Diskrepanz zwischen Wahlkampfversprechen und tatsächlicher Politik sein kann – und wie schnell daraus politische Frustration wird.

(SB)

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