Die Bekämpfung freier Medien beschränkt sich nicht auf den Staat und die selbsternannten „Qualitätsmedien“, sondern wird offenbar auch von Institutionen betrieben, die eigentlich zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet sind. Wie „Apollo News“ berichtet, ist es Patienten des Universitätsklinikums Bonn (UKB) nicht möglich, über die hauseigenen Tablets Zugriff auf bestimmte Medien zu erhalten, nämlich mindestens „Apollo News“, „Nius“ und die „Junge Freiheit“ (JF). Beim Versuch, sie aufzurufen, erscheint die Fehlermeldung ERR_CONNECTION_REFUSED, was bedeutet, dass die Verbindung aktiv zurückgewiesen wird. Andere Seiten, wie die des „Spiegel“, „Stern“ oder der „taz“ können dagegen problemlos aufgerufen werden.
Dies war einer Patientin aufgefallen, die Ende März in dem Klinikum operiert wurde. Nachdem sie erfolglos versucht hatte, „Apollo News“ aufzurufen, versuchte sie es probehalber auch bei „Nius“ und der „JF“. Als sie dort das gleiche Ergebnis erhielt, rief sie eher linke Medien auf, zu denen sie sofort Zugang erhielt. Da wohl kaum anzunehmen ist, dass gleich drei vom Mainstream als „rechts“ – und damit rechtsextrem- verschriene Medien rein zufällig nicht aufrufbar sind, alle anderen aber schon, muss man hier von einer absichtlichen Blockierung des Zugriffs ausgehen, was angesichts der Zustände in diesem Land auch nicht verwundert – erst recht nicht, wenn man weiß, dass das UKB eine Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen ist.
Selektiver Medienkonsum für Kranke
Dies legt dann erst recht den dringenden Verdacht nahe, dass hier politisch interveniert wurde, zumal man in dem Klinikum wohl wichtigere Prioritäten hat und kaum von sich aus auf solche Zensurmaßnahmen gekommen wäre. Auf Anfrage von „Apollo News“ erklärte das Krankenhaus lediglich, der Sachverhalt werde derzeit in Abstimmung mit den zuständigen Fachbereichen geprüft.
Vermutlich ist auch der Zugriff auf weitere dem Mainstream unliebsame Medien geblockt, die der Patientin unbekannt sind. Alles deutet darauf hin, dass die schwarz-grüne nordrhein-westfälische Landesregierung von CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst tatsächlich überall, wo sie Einfluss ausübt, den Medienzugang beschränkt. Es ist ungeheuerlich, dass selbst Krankenhauspatienten nur noch ein selektiver Medienkonsum gestattet wird. Die Regierung betreibt hier nichts anderes als eine aktive Manipulation der demokratischen Meinungsbildung, indem sie das rechts-konservative-liberale Spektrum einfach abschaltet und den Eindruck erweckt, dies liege an einer technischen Störung. Auf diese Ausrede wird man sich wahrscheinlich als offizielle Position des UKB festlegen. Es handelt sich hier um einen weiteren Skandal, der einmal mehr zeigt, wie weit dieser Staat zu gehen bereit ist, um seine Bürger in die vom politisch-medialen Kartell gewünschte Richtung zu lenken. (TPL)






















