Grenze zwischen Indien und Bangladesch (Foto:Imago)
[html5_ad]

Bewaffnete Grenzschutzanlagen, Krokodile und Schlangen: So geht Indien gegen illegale Migranten vor

Während Deutschland und Europa seit über zehn Jahren einer Migranteninvasion aus der halben Welt gegenüberstehen, ohne dass der ernsthafte Wille bestünde, die europäischen Außengrenzen endlich mit aller Konsequenz und maximaler Abschreckung zu schützen, ist man in Indien bereit, sein eigenes Migrationsproblem an der Grenze zum überwiegend muslimischen Bangladesch wesentlich entschlossener anzupacken. 80 Prozent der Grenze sind mittlerweile durch einen massiven Grenzzaun gesichert, den man seit Jahren baut. Etwa 175 Kilometer gelten jedoch als ungeeignet für diese Art der Befestigung.

Deshalb zieht man nun ernstlich in Erwägung, diese Aufgabe Krokodilen und Giftschlangen zu übertragen. Laut Manoj Barnwal, dem stellvertretenden Generalinspektor der Grenztruppe BSF, wurde diese Möglichkeit bereits im Februar im indischen Innenministerium erörtert und die Feldeinheiten angewiesen, die Machbarkeit zu prüfen und einen Bericht vorzulegen. Die Fragen, die dies für Barnwal aufwirft, sind bezeichnend – vor allem im Vergleich zu den irrsinnigen Diskussionen, die in Deutschland geführt werden.

Rigoroser Kurs

In Indien fragt man sich nicht, ob es überhaupt moralisch vertretbar ist, seine eigenen Grenzen zu schützen und das auch noch mit derartigen Mitteln, sondern woher die Tiere kommen sollen, wie wilde Krokodile oder Schlangen sich überhaupt als Sicherheitsinstrument kontrollieren lassen und welche Folgen die Ansiedlung der Tiere auf die Dorfbevölkerung entlang des Grenzflusses hätte – nicht etwa auf die Migranten, die ihn überqueren wollen.

Indien verfolgt seit Jahren einen rigorosen Kurs gegen die illegale Migration. Hochrangige indische Politiker hatten Migranten bereits öffentlich als „Termiten“ und „Eindringlinge“ bezeichnet. Wenn man sich diese Wortwahl auch nicht zu eigen machen muss, zeigt Indien, dass es genau weiß, was dem ohnehin von religiösen und ethnischen Konflikten betroffenen Land droht, wenn es die vor allem muslimische Zuwanderung nicht mit aller Konsequenz bekämpft, und sei es auch mit Hilfe von Reptilien. In Deutschland kann man sich dagegen nicht einmal auf ernsthafte Kürzungen von Sozialleistungen für illegale Migranten einigen. Man bekommt keine Abschiebungen zustande und wirft ihnen nach fünf Jahren auch noch den deutschen Pass hinterher. Indien zeigt, dass es an seiner Selbsterhaltung und seiner Zukunftsfähigkeit interessiert, während man sich in Deutschland damit abgefunden hat, zum Besiedlungs- und Plünderungsgebiet für den Rest der Welt zu werden. (TPL)

6ffdc1ca53854da3acc780339730350e
image_printGerne ausdrucken

Themen