Dogendealer jubeln: Lieferung frei Haus in Berlin – von Cannabis und anderen “leckeren Sachen” (Foto: Von Shane N. Cotee/Shutterstock)
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Buchstäblich eines “Shitholes” würdig: Flyerwerbung für Drogen in Berliner Briefkästen

“Bild” berichtet über einen neuen dreisten Tiefpunkt der Gesetzlosigkeit und anarchischen Subkultur im Shithole an der Spree:
In Berlin werben Drogendealer neuerdings zunehmend dreist mit professionell gestalteten Flyern, die sie direkt in private Briefkästen werfen. Statt nur digital über Apps oder Visitenkarten zu agieren, setzen sie nun auf analoge Werbung im Retro-Stil – vergleichbar mit einem normalen Lieferservice-Prospekt. Ein aktueller Flyer eines sogenannten „DaVinciFarms“-Services trägt den Slogan „Green & White Delivery Service“. Auf schwarzem Hintergrund wird unverblümt für „Weißes & Grünes“ geworben – gemeint sind Kokain und Marihuana. Die Texte klingen wie seriöse Marketing-Sprüche: „Schnell. Diskret. Zuverlässig.“ Die Lieferung soll innerhalb von 10 bis 40 Minuten erfolgen, die Bezahlung vor Ort. Als Lockangebot für Neukunden gilt: Bei einer Bestellung ab 50 Euro gibt es die doppelte Menge.

Das Angebot umfasst verschiedene Varianten von Marihuana mit fantasievollen Namen wie „Pineapple Express“, „Black Mamba“ oder „Ferrari“. Auf der Rückseite des DIN-A5-Flyers befinden sich QR-Codes, die beim Scannen zu WhatsApp- oder Telegram-Chats führen. Dort erhalten Interessierte ein digitales Menü mit dem vollständigen Sortiment. Die Telefonnummern auf dem Flyer sind unkenntlich gemacht, um die Ermittler zu erschweren.

“Professionelle” und “kreative” Vertriebswege

Die Methode zeigt, welcher Irrsinn mit der Cannabis-Legalisierung durch die Ampel-Regierung in Deutschland Einzug gehalten hat – und wie extrem sich der Drogenhandel in der Hauptstadt “professionalisiert” und “kreative” Wege sucht, um neue Kunden direkt an der Haustür zu erreichen. Während Bestellungen weiterhin diskret per Smartphone laufen, dient der Flyer als Einstieg in den analogen Werbe-Mix – neben Aufklebern und Visitenkarten. Die Berliner Polizei kennt das Phänomen: Ein Sprecher erklärte gegenüber BILD: „Jeder Hinweis auf einen BtM-Lieferservice wird strafrechtlich verfolgt, da bereits das Verteilen entsprechender Druckerzeugnisse den Anfangsverdacht einer Straftat gemäß § 29 BtMG begründet.“ Allerdings haben die meisten Bürger eben infolge Legalisierung kein Unrechtsbewusstsein mehr und kennen die Grenzen zwischen legalem und illegalem Drogenvertrieb oder -handel nicht mehr.

Umso schwieriger gestaltet sich in der Praxis die strafrechtliche Verfolgung. Die Verteiler der Flyer sind oft schwer zu fassen, und konkrete Konsequenzen bleiben selten. Für viele einheimische Berliner stellt der Fund solcher Werbung im Briefkasten – neben Supermarkt-Prospekten und Rechnungen – einen Schock dar. Die Dealer nutzen die Anonymität der Massenverteilung, um im hart umkämpften Berliner Drogenmarkt Kunden zu gewinnen. Experten sehen darin eine Weiterentwicklung früherer Maschen wie QR-Codes oder Karten. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen für Behörden; denn trotz Bekanntheit der Methode fehlt es an effektiven Mitteln, die Werbung flächendeckend zu unterbinden. Betroffene sollten solche Flyer bei der Polizei melden, um Hinweise auf die Hintermänner zu sammeln. Die Dreistigkeit der Dealer markiert einen neuen Höhepunkt in der offenen Vermarktung illegaler Substanzen mitten im Alltag der Hauptstadt. Allerdings macht es die Berliner Politik besonders attraktiv, solche neuen “Vertriebsmodelle” umzusetzen. (TPL)

 

 

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