Während Friedrich Merz sein völliges innenpolitisches Scheitern bislang damit kaschierte, sich als „Außenkanzler“ zu inszenieren, der auf der internationalen Bühne als Retter der NATO, heldenhafter Kämpfer für die Ukraine, enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump und überhaupt als überall angesehener Weltstaatsmann agiert, ist diese Fassade nun auch noch eingestürzt. Denn in Wahrheit taumelte Merz auch international nur als großtuerischer Dampfplauderer durch die Welt, der von niemandem außer von sich selbst ernstgenommen wird. Seine geradezu täglich wechselnden Aussagen zum Iran-Krieg fliegen ihm nun sogar in der eigenen Partei um die Ohren. Nachdem er das iranische Regime nach den Massenprotesten zu Jahresbeginn für erledigt erklärt und seinen endgültigen Sturz nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar gefordert hatte, ließ er seinen Außenminister Johann Wadephul nun wieder Kontakt zu den Mullahs aufnehmen.
Zudem hielt er es für nötig, öffentlich zu verkünden, dass der zwischen den USA und dem Iran ausgehandelte zweiwöchige Waffenstillstand auch für die israelischen Angriffe auf die radikalislamische Hisbollah-Miliz im Libanon zu gelten habe. Auch damit stellte er sich auf die Seite der Mullahs, die drohen, die Gespräche mit den USA abzusagen, wenn die israelischen Angriffe fortgesetzt würden. Dabei hatten sowohl Trump als auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, dass der Libanon nicht Teil des Waffenstillstands sei. Gegenüber „Bild“ äußerten sich mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete, die es vorzogen, anonym zu bleiben, verärgert über diesen neuerliche Zickzack-Kurs ihres Kanzlers. Selbst der notorische CDU-Kriegstreiber und Russland-Hasser Roderich Kiesewetter erklärte, die deutsche Haltung sei für ihn „nur schwer nachvollziehbar“.
Grenzenlose Inkompetenz
Deutschlands strategische Ziele müssten darin bestehen, Irans nukleare Aufrüstung, das ballistische Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Stellvertreter-Organisationen wie der Hisbollah einzuschränken. Deshalb müsse man einen Systemwechsel im Iran unterstützen und dürfe „keinem Rückfall in eine Appeasement-Politik erliegen“. Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 von den Mullahs gestürzten Schahs, kritisierte, Europas Eile, sich mit dem kriminellen iranischen Regime einzulassen, sei „enttäuschend“. Er erinnerte daran, dass dieses Regime erst im Januar 40.000 seiner eigenen Bürger ermordet und Terrorismus „nicht nur in der Region, sondern auch in ganz Europa, einschließlich in Deutschland“, unterstützt habe. Über Jahre habe die europäische Politik das iranische Terrorregime „beschwichtigt und gestärkt“ und ihm so „beim Überleben geholfen“. Pahlavi hofft, „dass die deutsche Regierung und die Bevölkerung an der Seite der Menschen im Iran und ihrem Kampf für Freiheit stehen werden“.
Diese Hoffnung dürfte jedoch vergeblich sein. Die deutsche Politkaste ist in ihrer grenzenlosen Inkompetenz komplett unfähig, Realitäten wahrzunehmen, sei es in der Innen- oder in der Außenpolitik. Der eingebildete Weltpolitiker Merz hat sich, zweifellos ohne sich dessen bewusst zu sein, zum Handlanger der Mullahs gemacht. So wie er innenpolitisch geradezu krankhaft lügt und von einer Position zur anderen springt, taumelt er auch durch die Außenpolitik. Diese Tage zeigen erneut und besonders eindrücklich, dass dieser Mann keinen Tag länger Kanzler sein darf, da ihm jegliche Fähigkeit dazu abgeht. (TPL)























